Beckstein zieht positive Bilanz der Bayerischen Innenstadt-Initiative
Drei Jahre nach der ersten Innenstadt-Konferenz im Jahr 1999 in Fürth zieht Innenminister Dr. Günther Beckstein in seinem Bericht zur Initiative "Bayerische Innenstädte" im Ausschuss für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit des Bayerischen Landtags am 4. Dezember 2002 eine überaus positive Bilanz: "Seit dem Start der Initiative wurden auf landesweiter und regionaler Ebene rund 50 Veranstaltungen zu allen wichtigen Innenstadt-Themen durchgeführt. Diese haben ein außerordentliches Echo gefunden und großes Engagement bayerischer Kommunen, der Wirtschaft, von Bürgern und verschiedensten Interessengruppen ausgelöst. Zahlreiche Kommunen haben Gesprächsrunden und feste Arbeitsgruppen eingerichtet, in die vor allem der örtliche Handel und die Dienstleistungsbranche eingebunden sind. An den Gesprächskreisen werden auch die Bürger intensiv beteiligt. Die Zahl der Kommunen, die mit Innenstadt-Konzepten und Stadtmarketingprojekten Strategien für ihre Zentren entwickeln, hat sich in den letzten vier Jahren auf 90 erhöht und damit fast verdoppelt. Die Städtebauförderung unterstützt davon 56 Vorhaben fachlich und finanziell", so Beckstein.
Laut Beckstein ist die Stärkung der Innenstädte nicht nur eine zentrale Zukunftsaufgabe für die Kommunen, den Handel und die Wirtschaft, sondern ebenso für den Staat. "Deshalb haben wir diese Initiative 1999 ins Leben gerufen. Sie verfolgt das Ziel, das Bewusstsein für die Qualitäten der Innenstädte, aber auch für die Gefährdungen und die Chancen in der Öffentlichkeit zu schärfen. Dazu soll ein Dialog zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Bürgern in Gang gesetzt werden, der letztlich in konkreten Projekten mündet und auf diese Weise effektive Beiträge zur Stärkung der Innenstädte leistet", so Beckstein.
"Die Auftaktveranstaltung der Innenstadt-Initiative 1999 in Fürth fand große Resonanz bei Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie erbrachte einen erstaunlich breiten Konsens über den grundsätzlichen Stellenwert der Innenstädte und über die Notwendigkeit, ihre Entwicklung in einem positiven Sinne zu steuern", betonte Beckstein. Der zweite landesweite Kongress im Jahr 2000 stand unter dem Motto "Soziale Stadt". Beckstein: "Dabei haben wir in Nürnberg für die gleichnamige Gemeinschaftsinitiative der Städtebauförderung geworben." Diese wendet sich Stadtquartieren zu, in denen das soziale Gleichgewicht verloren zu gehen droht. Ziel ist es, eine Aufwärtsentwicklung und soziale Stabilisierung einzuleiten. In der vergangenen Woche fand nun in Regensburg der 3. Kongress der Innenstadt-Initiative statt, bei dem der Blick von Einzelthemen wieder auf das Gesamte gelenkt wurde. "Dabei wurden am Beispiel Regensburg, das aus unserer Sicht sehr geglückt ist, die verantwortlichen Handlungsansätze und Strategien aufgezeigt und mit den Teilnehmern diskutiert", erläuterte Beckstein. Aus seiner Sicht haben die Innenstadt-Kongresse vor allem für das Thema "Innenstadt" sensibilisiert und weitere Aktivitäten angeregt. "Mit dem Bündel der verschiedensten Aktivitäten hat die Innenstadt-Initiative schon heute einen erheblichen Schub für die Innenstädte bewirkt. Jetzt geht es darum, am Ball zu bleiben. Die kürzliche Feststellung des Regensburger Planungsreferenten, dass "eine Stadt ist niemals fertig ist", sollte alle Beteiligten motivieren, sich auch weiterhin mit vollem Einsatz der Herausforderung "Innenstadt" zu stellen", betonte der Minister.