SWIS kündigt bevorstehenden Wintereinbruch in Bayern an

SWIS kündigt bevorstehenden Wintereinbruch in Bayern an
Beckstein: "Räum- und Streudienste für
Winterdiensteinsätze gerüstet"
Kraftfahrer sollten sich in den nächsten Tagen bayernweit auf winterliche Straßen- und Verkehrsverhältnisse einstellen. Bis zum Wochenende treten zeitweise Sprühregen oder Schnee auf. Besonders nachts und morgens müssen Kraftfahrer streckenweise mit Glätte durch Überfrieren und Reif rechnen. Auf höheren Bergstraßen kommt es stellenweise zu winterlichen Verkehrsverhältnissen durch Schnee und Eis. "Diese Prognosen lieferte aktuell das auf den bayerischen Autobahnen seit 1994 flächendeckend eingeführte Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS). Die Daten stehen allen bayerischen Autobahn- und Straßenmeistereien zur Verfügung", erklärte Innenminister Dr. Günther Beckstein heute in München. Laut Beckstein sind die Räum- und Streudienste der bayerischen Straßenbauverwaltung für die anstehenden Winterdiensteinsätze gerüstet. Er appelliert an alle Kraftfahrer, bei winterlichen Straßenverhältnissen durch vernünftiges und vorausschauendes Verhalten ihren Beitrag zu einem möglichst störungsfreien Verkehrsablauf zu leisten.
Nach dem Grundkonzept von SWIS ermittelt der Deutsche Wetterdienst auf der Basis der allgemeinen Wetterlage und der von der bayerischen Straßenbauverwaltung ermittelten örtlichen Straßenzustandsdaten regelmäßig detaillierte kleinräumige Prognosen zum Wettergeschehen und dem daraus resultierenden Straßenzustand für verschiedene Klimagebiete in Bayern. "Die Straßenzustands- und Wetterdaten werden an über 150 Messstellen, sogenannten Glättemeldeanlagen, erfasst, die an exponierten Stellen des Autobahnnetzes errichtet wurden. Die Messstellen bestehen aus Sensoren in der Fahrbahn, aus Bodensonden in 30cm Tiefe und aus Luftsensoren. Die gesammelten Messwerte wie etwa Fahrbahn-, Untergrund- und Lufttemperatur, Fahrbahnzustand und Niederschläge werden in 15-Minuten-Intervallen zur regionalen Vorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes in München übertragen. Dort wird mehrmals täglich ein Straßenwettervorhersagebericht erstellt und zu festgelegten Zeiten über die SWIS-Zentrale der bayerischen Straßenbauverwaltung an die zuständigen Autobahnmeisterein gemeldet", erläutert Beckstein. Im Dezember 1998 wurde als weiterer Schritt über das sogenannte Behördennetz mit Internettechnologie das System "SWIS-Bayern"/WINDS (Wetterinformations- und Datenservice) eingerichtet, das auch die staatlichen Straßenmeistereien mit den aktuellen Straßenwettervorhersagen versorgt und darüber hinaus einen Verbund mit benachbarten Bundesländern ermöglicht. In dem Zusammenhang stellt Beckstein klar, dass SWIS lediglich ein Informationssystem ist, also weder Schnee noch Eisglätte verhindern oder bekämpfen kann. "Die von SWIS gelieferten Daten ermöglichen den staatlichen Autobahn- und Straßenmeistereien, die organisatorischen Vorbereitungen so rechtzeitig und auch mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand treffen zu können, dass Glättebildung verhindert oder ihre Auswirkungen auf den Verkehr abgeschwächt werden", so Beckstein.


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