Regensburger überreicht Urkunde zur Anerkennung verschiedener Ortsteile der Gemeinde Titting als Erholungsort
Innenstaatssekretär Hermann Regensburger überreichte heute in Titting (Landkreis Eichstätt) die Anerkennungsurkunde als Erholungsort für die Ortsteile Erkertshofen, Kaldorf und Petersbuch. Wie der Staatssekretär hervorhob, hat die Gemeinde unermüdlich an der Erfüllung aller Voraussetzungen zur staatlichen Anerkennung gearbeitet. Bereits 1996 konnten die Gemeindeteile Titting, Ablaßmühle, Altdorf, Brunneck, Emsing, Erzwäsche, Obermühle, Sammühle und Tafelmühle anerkannt werden. Darauf folgte 1999 die Anerkennung von Stadelhofen, Mantlach, Großnottersdorf, Morsbach, Bürg, Ober- und Unterkesselberg sowie Hornmühle, die nunmehr mit der Anerkennung der Gemeindeteile Erkertshofen, Kaldorf und Petersbuch abgerundet wird.
Unberührte Natur und historisch bedeutsame Relikte bilden laut Regensburger das Grundkapital für Titting als aufstrebende Fremdenverkehrsgemeinde. Dazu komme ein beachtliches Engagement der Funktionsträger und Bürger, die dieses Grundkapital geschickt zu nutzen vermögen. Regensburger nannte die Errichtung eines Limeslehrpfades entlang des Limes und eines Walderlebnispfades von Titting nach Kaldorf als Beispiele. Im Zuge der Dorferneuerung von Emsing ist ein Rundwanderweg im Bau. Besonders hob der Staatssekretär die vollständige Rekonstruktion des Limesturms östlich von Erkertshofen im Jahre 1992 hervor. "Im Rahmen des Römerprogramms im Landkreis Eichstätt entstand ein eindrucksvolles Objekt, das dem Betrachter erlaubt, sich den römischen Limes, die größte historische Grenzbefestigung nach der chinesischen Mauer, vorzustellen", so der Staatssekretär. Überhaupt wurde, so Regensburger, Anfang der 90er Jahre die Entwicklung im Fremdenverkehr im Marktgemeindebereich Titting wesentlich forciert.
In diese Zeit fallen auch die ersten Überlegungen des Tittinger Marktgemeinderats, die staatliche Anerkennung anzustreben. So hat der Markt Titting im Oktober 1993 eine Beurteilung des Klimas beim Deutschen Wetterdienst in Auftrag gegeben. Sie ist eine der Voraussetzungen für die angestrebte Bezeichnung "Erholungsort". Daneben waren noch eine Reihe weiterer Voraussetzungen zu erfüllen, die von "A" wie Abwasserentsorgung bis zu "W" wie unbelastete Wasserversorgung reichen und ein angemessenes Niveau für Unterkünfte und ein ansprechendes Programm für die Gäste beinhalten.
Der staatlichen Anerkennung vorgeschaltet war eine gutachterliche Bewertung der örtlichen Gegebenheiten durch den bayerischen Fachausschuss für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen, einem unabhängigen Fachleutegremium. Die Besichtigungskommission konnte sich bei der Ortsbesichtigung von der äußerst ansprechenden Landschaft, den gut geführten tourismusrelevanten Betrieben und den angemessenen touristischen Angeboten überzeugen. "Bei der Bewertung legt der Fachausschuss traditionsgemäß die Messlatte hoch. Die bayerischen Kur- und Erholungsorte sind national und international anerkannt. Wir wollen, dass der Gast sich darauf verlassen kann, dass er in einem Ort mit Prädikat ein Angebot auf hohem Niveau vorfindet. Dies hilft den anerkannten bayerischen Orten auch, sich im ständig verschärfenden Wettbewerb behaupten zu können", so Regensburger abschließend.