Polizeibeamte aus Bayern und Baden-Württemberg unterstützen die Schweiz beim World Economic Forum (WEF)
Polizeibeamte aus Bayern und Baden-Württemberg werden vom 21. - 26.01.2003 anlässlich des World Economic Forums (WEF) in Davos die Schweizer Polizei bei der Bewältigung der Einsatzmaßnahmen unterstützen. "Der Direktor des Bundesamtes für Polizei des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements hat Bayern und Baden-Württemberg gebeten, die Schweizer Behörden mit Wasserwerfern zu unterstützen. Wir kommen gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg im Einvernehmen mit dem Bund dieser Bitte nach", sagte Innenminister Dr. Günther Beckstein am 17.01.2003 in München.
Sicherheitsexperten befürchten, dass wie auch schon in den Jahren zuvor gewaltbereite Globalisierungsgegner zum World Economic Forum anreisen werden. Insgesamt werden sechs Wasserwerfer sowie die für ihre Bedienung und Sicherung notwendigen Beamten den Schweizer Behörden unterstellt. Die bayerische Bereitschaftspolizei wird mit drei Wasserwerfern und insgesamt 55 Polizeibeamten im Umland von Davos tätig. Drei Wasserwerfer und 20 Polizeibeamte werden von der Bereitschaftspolizei Baden-Württemberg entsandt und in Davos eingesetzt. Damit die hochtechnisierten Fahrzeuge den klimatischen Bedingungen der Schweiz im Januar auch gewachsen sind, mussten sie mit Schneeketten ausgerüstet werden; eine technische Umrüstung soll darüber hinaus verhindern, dass die Bewässerungsrohre einfrieren.
Die gegenseitige Unterstützung wird durch den am 1. März 2002 in Kraft getretenen deutsch-schweizerischen Polizeivertrag ermöglicht. "Polizeiliche Zusammenarbeit muss über Grenzen hinweg möglich sein", betonte der Minister und ist sicher, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Bayern und der Schweiz im polizeilichen Alltag mehr und mehr festigen wird.