Beckstein: "Kriminelle Karrieren junger Mehrfach- und Intensivtäter frühzeitig stoppen"
"Um kriminelle Karrieren junger Mehrfach- und Intensivstraftäter frühzeitig zu stoppen, müssen Polizei, Staatsanwaltschaften, Behörden der Jugendhilfe, Schulen und Eltern gleichermaßen ansetzen. Wir können nicht untätig zusehen, wie diese Kinder und Jugendlichen immer mehr in die Kriminalität abgleiten. Aus den jugendlichen Intensivtätern von heute dürfen nicht die Berufskriminellen von morgen werden. Und wir können auch nicht untätig zusehen, wie immer wieder Unschuldige geschädigt und zu Opfern werden", betonte Innenminister Dr. Günther Beckstein bei einer Veranstaltung der Evangelischen Akademie im baden-württembergischen Bad Boll am 19.01.2003. Da laut Beckstein die polizeilichen und behörden-übergreifenden Bestrebungen alleine nicht ausreichen, fordert er darüber hinaus ein breites gesetzliches Maßnahmenspektrum.
Wie Beckstein ausführte, sind für die Zukunft insbesondere folgende neue gesetzliche Weichenstellungen nötig:
* Die gesetzliche Klarstellung, dass auch bei Heranwachsenden grundsätzlich das allgemeine Strafrecht und nur in Ausnahmefällen Jugendstrafrecht Anwendung findet;