Zentrale Diensthundeschule Herzogau garantiert hochwertige und bayernweit einheitliche Ausbildung
Am 1. September 2000 hat die zentrale Diensthundeschule in den Unterkunfts- und Lehrsaalgebäuden der ehemaligen Aus- und Fortbildungsstätte der bayerischen Polizei in Herzogau (Landkreis Cham) den Betrieb aufgenommen. Damit ist es gelungen, den bayerischen Diensthundeführern und Diensthunden eine qualitativ hochwertige und landesweit einheitliche Aus- und Fortbildung zu garantieren, berichtete der Vertreter des Innenministeriums im Ausschuss für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit des Bayerischen Landtags am 19. Februar 2003.
Der Vertreter des Innenministeriums wies darauf hin, dass gerade die grundlegende Ausbildung von Diensthundeführern und Diensthunden nicht für eine Dezentralisierung geeignet ist. Die derzeitigen Komponenten der Diensthundefortbildung bestehen aus zentralen Lehrgängen in Herzogau und der dezentralen Fortbildung auf Präsidial- bzw. Direktionsebene, die je Diensthund monatlich für die Dauer eines Tages durchgeführt wird. Bei einer zu großen Ausweitung der Komponente "dezentrale Fortbildung" könne aber nicht gewährleistet werden, dass alle Diensthundeführer und Diensthunde den bei der Ausbildung erworbenen hohen und einheitlichen Qualitätsstand während der gesamten Dienstzeit aufrecht erhalten. Vor diesem Hintergrund sei es nur in einer zentralen Einrichtung wie in Herzogau möglich, bayernweit die von den einzelnen Diensthundeführern gemachten Erfahrungen zu sammeln, zu bewerten und an alle Diensthundeführer weiter zu geben.
Die vom Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei beantragte Sanierung des Unterkunfts- und Lehrsaalgebäudes sowie ein Erweiterungsbau im Bereich der Zwingeranlage der Zentralen Diensthundeschule würde nach einer überschlägigen Kostenschätzung insgesamt rund 3 Millionen Euro kosten. Im Doppelhaushalt 2003/04 sind Mittel für die Planung des Projekts vorgesehen. Angestrebt ist ein Baubeginn im Jahr 2005.