Maßgeschneiderte Lösung von Raab

Maßgeschneiderte Lösung von Raab

Passend für Bäckerei: Doppelwandige Abgasanlagen in Elementbauweise

Edelstahlschornsteine in doppelwandiger Elementbauweise konnten in den vergangenen Jahren aufgrund ihres hohen Qualitätsniveaus stetig zunehmende Marktanteile verbuchen. Neben der Montagefreundlichkeit bieten sie durch ihr umfangreiches Zubehörprogramm und der breiten Produktpalette objektbezogene Lösungsmöglichkeiten für nahezu jeden Einsatzbereich. Bei der Abgasführung einer gewerblichen Bäckerei wird die hohe Leistungsfähigkeit dieser Systeme besonders deutlich. Ein Beispiel hierfür ist die Ausstattung eines solchen Betriebes in Netphen (Nähe Siegen) mit sechs Abgasanlagen der Joseph Raab GmbH & Cie. KG, aus Neuwied am Rhein.In der Backstube von Joachim Hafer wurde es im letzten Jahr eng. So eng, dass sich der erfolgreiche Bäckermeister zum Erwerb eines größeren Gebäudes - wie sollte es anders sein - einer ehemaligen Bäckerei entschloss. Anschließend galt es für ihn das Inventar und die Backöfen seiner vorherigen Betriebsstätte in eine neue, modernere Backstrasse zu integrieren.
Zu diesem Zweck wurden die vorhandenen Etagen- und Stikkenöfen vom Hersteller, der Wachtel GmbH, Hilden, generalüberholt und am neuen Standort montiert. Darüber hinaus kamen insgesamt vier neue Etagen- bzw. Stikkenöfen zum Einsatz, die mit je einem Gas-Gebläsebrenner befeuert werden. Die Heizleistung der Spezialbrenner beträgt jeweils 81 kW. Zur Abführung der Rauchgase und Schwaden wählte Bäckermeister Hafer Abgasführungen aus Edelstahl. Für ihn waren vornehmlich zwei Aspekte entscheidend: Zum Einen hatte er aus seinem Altbestand noch zwei Abgasleitungen, die in brauchbarem Zustand waren und noch einmal Verwendung finden sollten. Zum Anderen überzeugten Hafer die variablen Einsatzmöglichkeiten der Systeme, die in Elementbauweise angeboten werden. In Absprache mit einem Schornsteinbau-Fachbetrieb ließ sich damit eine maßgeschneiderte und technisch optimierte Abgasanlage für seine Backstraße realisieren.

Edelstahl rostfrei
Hochwertige Edelstähle werden weltweit seit fast 30 Jahren in der modernen Abgastechnik eingesetzt. Die geprüfte Güte des Materials wird in der Bundesrepublik Deutschland z. Zt. noch durch das Zulassungswesen des DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin) gefordert. Die regelmäßige Fremdüberwachung der Bauteile gilt als wesentlicher Bestandteil dieser bauaufsichtlichen Zulassung. Dieses Verfahren wird in Kürze durch eine europäische Zertifizierung abgelöst, das die geprüften Produkte dann mit einem CE-Zeichen kenntlich macht.
Faktoren wie Korrosions- und Temperaturbeständigkeit werden dann ebenso kontrolliert, wie die Dicke und Güte der zu verarbeitenden Rohprodukte.
In der neuen Bäckerei von Joachim Hafer kamen sowohl einwandige als auch doppelwandige Abgassysteme in hoher Qualität zum Einsatz. Ein Indiz dafür ist die Tatsache, dass alle rauchgas- bzw. schwadenführenden Rohrsäulen mit Edelstahl der Werkstoff-Nr. 1.4404 bzw. 1.4571 ausgeführt wurden. Derartiges Material ist mit Molybdän und Titan stabilisiert und somit weitestgehend gegen Schadstoffe und Kondensate, die beim Back- und Verbrennungsprozess anfallen beständig. Des Weiteren sorgt ein hoher Verarbeitungsstandart in der Schneid-, Schweiß-, und Umformtechnik für das erforderliche Güteniveau. Damit die Abgasanlage auch nach jahrzehntelanger Beanspruchung durch aggressive Verbrennungsrückstände oder äußeren Umwelteinflüsse noch in einwandfreiem Zustand ist, werden nahezu alle Komponenten des Raab-Systems aus Edelstahl rostfrei gefertigt.

Einsatzbereiche
Doppelwandige Abgasanlagen der Joseph Raab GmbH & Cie. KG sind für alle Regelfeuerstätten zugelassen. Sie können also problemlos an die meisten gewerblichen Feuerstätten angeschlossen werden und lassen sich mit allen Brennstoffen betreiben. Da mit den Schwaden und bei niedrigen Abgastemperaturen der sogenannte Taupunkt häufig schon in der Abgasstrecke unterschritten wird, müssen derartige Elementsysteme generell feuchte-unempfindlich ausgebildet sein.
Das Raab DW/FU ist so ein Abgassystem. Eine spezielle Sickenkonstruktion der Außen- und Innenschale verhindert hier wirkungsvoll den Eintritt von kapillarer Feuchtigkeit in die mineralische Wärmedämmung. Anfallendes Kondensat - aber auch Niederschlagswasser - wird sicher zu sogenannten Kondensatfallen geführt und dort gezielt abgeleitet.
Das Gleiche gilt für das einwandige Abgassystem Raab EW/FU. Es wurde vornehmlich zur Zusammenführung der Schwaden- und Abgasströme über den Backöfen eingesetzt. Außerdem errichtete der Verarbeiter mit dem EW/FU die notwenigen Verbrennungsluftleitung zu den Backöfen.

Aufbau des Raab DW/FU Elementsystems
Doppelwandige Abgassysteme in Elementbauweise sind in eigentlichem Sinne dreischalig. Die rauchgasführende innere Rohrsäule mit der Wandstärke von 0,5 mm wird von einer 30 mm dicken mineralischen Dämmschale umschlossen. Sie verhindert das zu rasche Auskühlen der Abgase. Ein Edelstahlaußenmantel (Wandungsdicke je nach Durchmesser 0,5 oder 0,6 mm) bildet die tragende Säule des Systems. Die einzelnen Rohrelemente werden in Baulängen von 280 – 1020 mm gefertigt und an der Baustelle miteinander gekoppelt. Spezielle Klemmbänder geben der Verbindung eine hohe statische Festigkeit. So mussten die Monteure des Schornsteinbauers Otten aus dem westfälischen Schöppingen die Raab-Abgasleitung in der Bäckerei nur alle vier Meter fixieren. Außerdem ist es möglich die Schornsteinmündung - ohne weitere Abspannung - drei Meter freistehend über Dach zu führen. Werner Otten weiß die Vorteile des Raab-Systems zu schätzen: "Doppelwandige Abgasleitungen dieser Qualität lassen sich einfach, schnell und sicher verarbeiten. Wir haben als Schornsteinbaubetrieb jetzt seit über 10 Jahren positive Erfahrung mit Edelstahl in der Abgastechnik sammeln können."

Fazit
Für die Wahl der Raab-Elementschornsteine sprechen nach Ansicht von Bäckermeister Hafer in erster Linie die flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Diese Abgasleitungen lassen sich sowohl im Gebäude als auch an der Außenwand montieren und können durch ihr geringes Eigengewicht meistens ohne aufwendige Fundamentierung – bzw. über den Backöfen aufgestellt werden. Die Möglichkeiten einer späteren Änderung, Erweiterung oder auch die Demontage stellen einen weiteren Vorteil dieser Abgasanlagen dar. Aufgrund der Elementbauweise sowie des hohen Vorfertigungsgrades waren auch in Netphen keine weiteren Wärmedämm-, Fundamentierungs- oder Schweißarbeiten an der Baustelle erforderlich. Die komplette Montage der Verbrennungsluftzuführung sowie der Schwaden- und Abgasanlagen konnte nach sechs Tagen abgeschlossen werden.


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