Verdienstkreuz 1. Klasse für Bauer - Verdienstkreuz am Bande für Batz, Bittl und Forster
Einladung an die Presse
Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber hat Bundespräsident Johannes Rau Ruth Bauer mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Emmeram Batz, Dr. Xaver Bittl und Karl Forster mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Innenstaatssekretär Hermann Regensburger wird die hohen Auszeichnungen den Geehrten am
Montag, dem 10. März 2003, 12.30 Uhr
im Bayerischen Staatsministerium des Innern (Zi. 105)
Odeonsplatz 3 in 80524 München
aushändigen.
Berichterstatter und Bildberichterstatter sind dazu herzlich eingeladen. Fotos der Ehrungen können am 10.03.2003 ab 16.00 Uhr im Internet unter http://www.stmi.bayern.de/bilder/orden/ord_index.htm kostenfrei abgerufen werden.
Ruth Bauer (70) aus Kitzingen engagiert sich seit über drei Jahrzehnten in außergewöhnlicher Weise in einer Vielzahl von Ehrenämtern im kommunal- und gesellschaftspolitischen sowie im sozialen Bereich. Deshalb wurde sie bereits 1993 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Seitdem hat sie sich weiterhin herausragend und beispielhaft um das Gemeinwohl verdient gemacht. Seit 1978 ist Frau Bauer Mitglied im Bezirkstag von Unterfranken und seit 1984 Mitglied im Kreistag von Kitzingen, davon 12 Jahre Fraktionsvorsitzende. In der CSU-Frauenunion war sie 22 Jahre stellvertretende Landesvorsitzende. Viele Jahre gehörte sie auch dem Bayerischen Landesfrauenausschuss an, zeitweilig als Vorsitzende des Beschäftigungspolitischen Ausschusses. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit zählten die Bereiche Sozialpolitik, Familienpolitik, die Gleichstellung von Mann und Frau in Familie und Gesellschaft, die Anerkennung von Erziehungsleistungen, Frauenförderung und das Miteinanderleben der Generationen. Von 1993 bis 1999 war sie CSU-Kreisvorsitzende in Kitzingen. Im Jahr 1994 wurde sie als erste Frau in das Präsidium des Bayerischen Landkreistages berufen. In dieser Funktion vertritt sie den nordbayerischen Kreistag als eine von zwei Kreisräten. Auch im Deutschen Landkreistag ist sie Delegierte für Bayern. Als Vertreterin des Bezirkstags ist sie seit 1998 Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses und der Arbeitsgruppe "Vollzug des zweiten bayerischen Landesplans zur Versorgung psychisch Kranker und Behinderter im Bezirk Unterfranken". Daneben gehört Frau Bauer seit über 30 Jahren dem Kirchenvorstand der Stadtkirche Kitzingen an und ist dort seit dem Jahr 2000 auch Vertrauensfrau. Seit 1989 ist sie zudem Präsidentin der Dekanatssynode Kitzingen.
Bürgermeister a.D. Emmeram Batz (59) aus Mindelstetten, Landkreis Eichstätt, engagiert sich seit mehr als 20 Jahren auf allen drei Ebenen der kommunalen Selbstverwaltung. Als erster Bürgermeister der Gemeinde Mindelstetten von 1978 bis 2002 hat er in besonderer Weise zur positiven Entwicklung der Gemeinde beigetragen. Beispielhaft zu nennen sind der Neubau einer Schulsport- und Freizeitanlage, die Errichtung einer Schulhalle, der Neubau einer Grundschule und eines Kindergartens sowie die Sanierung des Ortskerns im Zuge des Kirchenneubaus. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt waren Straßen- und Abwasserbeseitigungsmaßnahmen. Fast alle Ortsteile wurden an die zentrale Kläranlage der Verwaltungsgemeinschaft Pförring angeschlossen, deren Vorsitz er von 1990 bis 2002 inne hatte. Die Maßnahmen erforderten einen hohen Mitteleinsatz. Trotzdem gelang es Herrn Batz während seiner Amtszeit, die Pro-Kopf-Verschuldung auf rund 410 Euro zu senken. Herr Batz gehört seit 1984 dem Kreistag Eichstätt an und ist seit 1990 Mitglied des Bezirkstags Oberbayern. Er bringt sich dort engagiert in mehreren Ausschüssen ein. Seit 1998 ist er zudem Vorsitzender der CSU-Bezirkstagsfraktion. Daneben hat er sich im ehrenamtlichen Bereich unermüdlich eingesetzt. Seine Mitgliedschaft in über 20 Vereinen ist ein Beleg dafür.
Dr. Xaver Bittl (60) aus Eichstätt war von 1984 bis 1996 Kreisrat im Kreistag des Landkreises Eichstätt und von 1990 bis 1996 Landtagsabgeordneter. Seit 1996 ist er Landrat des Landkreises Eichstätt. Den mit dieser Funktion verbundenen Anforderungen stellt er sich mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein. So hat er sich beispielsweise maßgeblich für die Errichtung eines Gymnasiums in Beilngries und den Neubau eines sonderpädagogischen Förderzentrums in Eichstätt eingesetzt. Zudem engagiert er sich seit über 20 Jahren in zahlreichen ehrenamtlichen Bereichen, wie etwa als Mitglied der Kirchenverwaltung St. Walburg in Eichstätt, wo er 1992 die "Bauhütte St. Walburg" ins Leben rief. Ziel dabei war es, durch Spenden Renovierungsarbeiten am Pfarrhof, an der Maria-Hilf-Kirche und der Pfarrkirche St. Walburg zu ermöglichen. Bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten im Jahr 1999 konnten dabei rund 230.000 Euro an Spendengeldern gesammelt werden. Große Verdienste hat er sich auch im Vorstand des Kolping-Bildungswerks des Diözesanverbandes Eichstätt erworben. Sein Hauptanliegen galt dabei bislang neben bewährten Bildungsseminaren vor allem Deutschkursen für Ausländer und beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen. So wurde mit seiner Unterstützung 1999 auch eine Arbeitslosen-Beratungsstelle unter Kolpingträgerschaft in Ingolstadt eröffnet. Als Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Eichstätt förderte er besonders die Aktion "Könner durch Er-fahrung" und die Einrichtung von neuen Jugendverkehrsschulen in Nassenfels, Altmannstein und Buxheim.
Karl Forster (55) aus Wellheim, Landkreis Eichstätt, ist seit 1978 erster Bürgermeister des Marktes Wellheim. Bis 1990 übte er das Amt parallel zu seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Leiter der Studentenkanzlei an der Katholischen Universität Eichstätt ehrenamtlich aus. Dem Kreistag Eichstätt gehört er seit 1996 an. In all diesen Jahren hat er sich im besonderen Maße für den Markt Wellheim und seine Bürgerinnen und Bürger eingesetzt und damit entscheidend zur positiven Entwicklung des Marktes beigetragen. Sein Engagement belegen zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen wie etwa Schulneu- und umbauten, der Neubau einer Mehrzweckhalle, eines Feuerwehrgerätehauses und einer Freizeitsportanlage, Kindergartenum- und ausbauten und die Friedhofserweiterung. Weitere Investitionsschwerpunkte waren die Abwasserbeseitigung und die Wasserversorgung, verschiedene Straßenbaumaßnahmen sowie die Neugestaltung des Ortsbildes im Rahmen der Städtebauförderung. Dank seines Engagements wurden auch ein Heimatmuseum und ein Fremdenverkehrsbüro im "Torturmhaus" eingerichtet und damit positive Impulse für den Tourismus in der Region aktiviert. Auch die Partnerschaft zwischen dem Markt Wellheim und dem spanischen Naturpark "Sierra de Maria" geht auf seine Initiative als Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Wellheim zurück. Daneben fördert Herr Forster auch tatkräftig die Vereinsarbeit und engagiert sich im sozialen Bereich als Vorsitzender der Caritas-Sozialstation.