MOBINET in München wird immer dichter
Beckstein startet Probebetrieb für neuartige Verkehrsinformationstafeln
Innenminister Dr. Günther Beckstein hat heute in München den Startschuss für den Probebetrieb der insgesamt 1,3 Millionen Euro teuren Verkehrsinformationstafeln "Sektorsteuerung-West" und "Netz-Info" gegeben. Beckstein: "Die beiden neuartigen elektronischen Informationstafeln informieren die Autobahnnutzer im Osten und Westen der Landeshauptstadt auf ihrem Weg in die Stadt optimal über die aktuelle Verkehrslage. Ziel dabei ist es, über die bereits vorhandenen Verkehrsbeeinflussungsanlagen auf den Autobahnen hinaus die Verkehrsabwicklung in Richtung München noch weiter zu verbessern. Dies ist ein weiterer Meilenstein zur Vollendung unseres gemeinsamen Forschungsprojektes MOBINET."
Die deutschlandweit bislang einmalige grafische Netz-Info-Tafel auf der A 94 vor dem Autobahnkreuz München-Ost informiert den Verkehrsteilnehmer mit Ziel München über die aktuelle Verkehrslage des vor ihm liegenden Straßennetzes einschließlich möglicher Alternativrouten auf der A 94, A 99, A 9, B 304, St 2082 und dem Mittleren Ring. "Bei störungsfreiem Verkehr sind die Streckenabschnitte schwarz dargestellt. Rot aufleuchtende Streckenabschnitte weisen auf Störungen hin. Damit hat der Autofahrer die Möglichkeit, auf seinem weiteren Weg in die Stadt - soweit vorhanden - auf störungsfreie Alternativrouten auszuweichen", erläutert Beckstein. "Die Sektorsteuerung-West auf der A 8-West vor dem Autobahndreieck Eschenried kann den Verkehr über die Verdistraße und als Alternative dazu auch über die A 99 und die Dachauer Straße in Richtung München-Zentrum führen. Die Weiterführung des Verkehrs auf den städtischen Straßen wird durch entsprechend optimierte Lichtsignalsteuerungen unterstützt", so der Minister weiter.
Das Münchner Projekt MOBINET zählt zu den fünf Siegern des Wettbewerbs "Mobilität in Ballungsräumen, die das Bundesforschungsministerium im Jahr 1998 aus 165 Bewerbern auswählte. MOBINET wird getragen aus einem Konsortium von 25 Partnern, bestehend aus dem Freistaat Bayern, der Landeshauptstadt München, führenden Unternehmen der bayerischen Wirtschaft sowie aus mehreren kleinen und mittelständischen Unternehmen. Das Projektvolumen beträgt rund 40 Millionen Euro und wird mit ca. 20 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit Landesmitteln in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Das Projekt wurde im September 1998 gestartet. Die Umsetzungsphase endet im Juli 2003. Ziel von MOBINET ist es, modellhafte Lösungsansätze zur Verbesserung der Mobilität im Ballungsraum München zu erforschen und umzusetzen. MOBINET befasst sich mit allen Fragen des multimodalen modernen Verkehrsmanagements, also von der Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl über die Optimierung von Verkehrsabläufen bis hin zur Bereitstellung von Verkehrsinformationsdiensten.