Verdienstkreuz 1. Klasse für Bettag, Fleck, Wolfring - Verdienstkreuz am Bande für Dr. Haggenmiller, Handwerker, Höfler, Könneck

Verdienstkreuz 1. Klasse für Bettag, Fleck, Wolfring - Verdienstkreuz am Bande für Dr. Haggenmiller, Handwerker, Höfler, Könnecke, Lang, Lobodda und Walter
Einladung an die Presse
Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber hat Bundespräsident Johannis Rau Ernst A. Bettag, Gerhard Fleck und Ursula Wolfring mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Dr. Wolfgang Haggenmiller, Rudolf Handwerker, Renate Höfler, Klaus Könnecke, Georg Lang, Gerd Lobodda und Karlheinz Walter mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Innenminister Dr. Günther Beckstein wird die hohen Auszeichnungen den Geehrten am
Mittwoch, 30. Juli 2003, um 10.00 Uhr
im Justizgebäude Nürnberg (Königssaal)
Fürther Straße 110 in 90429 Nürnberg

aushändigen.

Berichterstatter und Bildberichterstatter sind dazu herzlich eingeladen.
Dipl.-Ing. Ernst Albert Bettag aus Fürth hat als Alleininhaber der Spielwarenfabrik BIG das Unternehmen, welches 10 Auslandsniederlassungen unterhält und in etwa 40 Staaten auf allen Kontinenten exportiert, mit hohem persönlichen Einsatz zu dieser Größenordnung entwickelt und ausgebaut. Nach der Zerstörung der Produktionsstätte in Fürth-Stadeln durch einen Großbrand 1989 errichtete er ein neues Werk in Burghaslach. Dort entstand mit einer Investitionssumme von über 50 Millionen Euro eine der modernsten Spielwarenfabriken Europas mit einem Maschinenpark, einem Logistikzentrum, Lagerhallen und Technikzentrum. Damit hat er in der strukturschwachen mittelfränkischen Region wertvolle Arbeitsplätze und die Grundlagen für kontinuierlichen Beschäftigungszuwachs geschaffen. Seit Jahren bildet das Unternehmen regelmäßig im technischen und kaufmännischen Bereich aus. Herr Bettag hat sich zudem in den Bereichen der Ausbildung, Zuwendungen für Kindergärten, Sport und Rettungswesen sehr engagiert. Neben hohen finanziellen Unterstützungen spendete er beispielsweise im Jahre 1999 Spielzeug im Wert von etwa 125.000 Euro für die aus dem Kosovo vertriebenen Kinder. Aber auch in zahlreichen örtlichen Fachverbänden unterstützte er die Anliegen im Umfeld seiner Branche. Mit seinem Wissen, seinem Weitblick und seinen Leistungen trug er dazu bei, den Wirtschaftsstandort Fürth international bekannt zu machen. Sein großer persönlicher Einsatz für Fürth wurde auch durch seine vielseitigen Beiträge zur kulturellen Arbeit, sein Sponsoring für Kinder in Fürth und seine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in allen Bereichen deutlich. Er war auch eine Persönlichkeit mit hohem Verantwortungsbewusstsein für seine Auszubildenden und Mitarbeiter ebenso wie für die Käufer seiner Produkte, die Kinder. Herr Ernst A. Bettag ist im Frühjahr dieses Jahres überraschend verstorben. Seine Gattin, Frau Charlotte Bettag, wird für ihn die hohe Auszeichnung entgegen nehmen.

Senator E.h. Gerhard Fleck (63) aus Bamberg hat über 35 Jahre erfolgreich in herausgehobenen Positionen des bayerischen Sparkassenwesens gewirkt wie etwa als Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Bamberg, nach der Fusion mit der Kreissparkasse Bamberg als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bamberg,als Obmann des Sparkassenbezirksverbandes Oberfranken, als Landesobmann der bayerischen Sparkassen, als Mitglied im Landesobermännerausschuss des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Bonn, als Mitglied des Präsidiums und des Haupt- und Gruppenausschusses des kommunalen Arbeitgeberverbandes Bayern und als ordentliches Mitglied des Gruppenausschusses der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber auf Bundesebene. Er engagiert sich zudem in verschiedenen Ehrenämtern im näheren und weiteren Umfeld der Sparkassenorganisationen wie etwa als Mitglied im Bilanzprüfungsausschuss, der Generalversammlung, im Verwaltungsrat der Bayerischen Landesbank und im Verwaltungsrat der LfA Förderbank Bayern als Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank. Zudem setzt er sich in örtlichen und überörtlichen Vereinen und Organisationen für das Wohl der Allgemeinheit ein. Beispielhaft zu nennen sind dabei sein Engagement als Präsident des Universitätsbundes Bamberg e.V., als Mitglied im Kuratorium der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, als Kuratoriumsmitglied der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Alpenvereins, als Finanzkurator des Malteser-Hilfsdienstes Bamberg, als Schatzmeister des Vereins Freunde der Bamberger Sinfoniker, als Präsident der Leichtathletikgemeinschaft 1. FC Bamberg/Post SV sowie als stellvertretender Vorsitzender der Hans-Löwel-Stiftung Bamberg.

Ursula Wolfring (77) aus Nürnberg setzt sich seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise zum Wohle der Allgemeinheit ein. Bereits ab den 50er Jahren hat sie sich gewerkschaftlich engagiert wie etwa als Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes-Kreisfrauenausschuss Nürnberg, als Mitglied im Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Arbeit, des BR-Rundfunkrates und im Verbraucher-Ausschuss bei der Europäischen Kommission Brüssel. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand 1983 setzte sie sich für eine Seniorenvertretung in Nürnberg ein. Mit ihrer Fähigkeit zur Vermittlung, ihrem Gespür für die Anliegen anderer Menschen und mit unerschütterlicher Durchsetzungskraft gelang es ihr, für ihr Anliegen eine Vielzahl von Mitstreitern zu gewinnen und hierfür in Fachkreisen - quer durch alle Verbände - Anerkennung und Unterstützung zu finden. Zunächst gründete sie 1993 die Senioren-Initiative Nürnberg e.V. (SIN), die gemeinsam mit der damaligen Seniorenbeauftragten wertvolle Grundlagen für eine Nürnberger Seniorenvertretung entwickelte und den bislang unorganisierten Senioren die Mitarbeit im Staatsseniorenrat ermöglichte. Seither unterstützt Frau Wolfring als 1. Vorsitzende die Ziele des SIN und wurde bereits 1994 zur 1. Vorsitzenden des Stadtseniorenrates gewählt. Dank ihres Einsatzes ist der Stadtseniorenrat heute eine allseits anerkannte und erfolgreiche Institution. Unter ihrem Vorsitz hat der Stadtseniorenrat Vieles bewegt wie etwa die Ansiedlung und Unterstützung der SenNova 2001, der bundesweiten Messe und Kongressveranstaltung in Nürnberg oder auch die Umsetzung der Initiative Forum Info 2000 der Bundesregierungs-Senioren in der "Informationsgesellschaft" durch die Schaffung eines Computer-Centrums für Senioren in Nürnberg. Darüber hinaus ist der Stadtseniorenrat auch über die Ebene der Mitgliedschaft in der Landesseniorenvertretung Bayern, die wiederum Mitglied in der Bundesseniorenvertretung ist, bundesweit aktiv. Frau Wolfring verkörpert im besten Sinne die neue Generation von Älteren, die ihre Belange selbst mitgestalten und aktiv und verantwortungsbewusst zu Lösungen beitragen wollen.

Dr. Wolfgang Haggenmiller (76) aus Nürnberg ist ein anerkannter Facharzt für innere Medizin und Kardiologie. Er kann auf ein Lebenswerk zurück blicken, das geprägt ist von beispielhaftem persönlichen Engagement für öffentliche Belange. Seinem jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass Nürnberg heute über eine vorzügliche Versorgung auf dem Gebiet der Kardiologie verfügt. Engagiert und kompetent hat Herr Dr. Haggenmiller durch Vorträge und sonstige Aktivitäten sowohl zur Umsetzung und Verbreitung neuer medizinischer Verfahren als auch zur Popularisierung des medizinischen Fortschritts beigetragen. Auch heute noch setzt er sich mit großem Engagement für soziale Belange ein. Er ist Mitbegründer und Aufsichtsrat der "Tierstiftung Dr. med. Harry Schantin". Die Stiftung fördert die Ausbildung, Betreuung und Versorgung von Polizeidienst-, Blinden- und Rettungshunden und unterstützt blinde Menschen, die einen Führhund benötigen. Engagiert gibt Herr Dr. Haggenmiller den Blinden praktische Hilfestellungen beim Erlernen des Umgangs mit einem Blindenhund und unterstützt sie zudem bei der Erledigung der erforderlichen Formalitäten mit Behörden und Krankenkasse.

Rudolf Handwerker (59) aus Haßfurt engagiert sich seit vielen Jahren im kommunalpolitischen Bereich. Von 1978 bis April 1990 war er 1. Bürgermeister der Stadt Haßfurt, die nach der Gebietsreform die Kreisstadt des Landkreises Haßberge wurde. In seiner Amtszeit wurden zahlreiche Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen sowie preiswerte Wohnbaugelände und attraktive Industrie- und Gewerbegebiete ausgewiesen. Zudem leitete er mit zahlreichen Projekten eine äußerst positive Entwicklung im gesellschaftlichen Leben der Stadt ein. Seit Mai 1990 ist Herr Handwerker Landrat des Landkreises Haßberge. Seine bisherige Amtszeit war geprägt auch von den historischen Veränderungen durch die Grenzöffnung und der Wiedervereinigung: Der Landkreis Haßberge ist in dieser Zeit vom Rand in den Mittelpunkt Deutschlands gerückt und muss sich seitdem in jeder Hinsicht völlig neu orientieren. Herr Handwerker setzt sich deshalb für die Verbesserung der Infrastruktur ein, die Grundlage ist für den Erhalt von Betrieben und Unternehmen und für Wirtschaftswachstum. Er rief die Maßnahme "Zukunft mit Arbeit" ins Leben mit dem Ziel, schwer vermittelbare Arbeitslose wieder in das Arbeitsleben einzugliedern. Auch ist ihm die Gründung neuer Betriebe ein wichtiges Anliegen. Deshalb wurde am Landratsamt eine Stelle eingerichtet, die schnell und unbürokratisch qualifizierte Hilfe dazu gibt. Zudem setzt er sich für Verbesserungen in Kindergärten und Schulen ein. Seinem Engagement ist es darüber hinaus zu verdanken, dass im Landkreis eine Fachakademie für Sozialpädagogik und eine Fachakademie für Altenpflege eingerichtet wurde. Auch ist er ein großer Förderer der Kultur. Dies zeigt sein vielfältiges Engagement wie etwa beim Wiederaufbau der Synagoge in Memmelsdorf, die Partnerschaft mit der Stadt Kyriath Motzkin und der lebhafte Jugendaustausch. Weitere Partnerschaften des Landkreises werden mit Städten in Schweden und Frankreich gepflegt. Herr Handwerker war zudem von 1978 bis 1990 Kreisrat des Kreises Haßberge und ist seit Jahrzehnten in verschiedenen Gremien und Vereinigungen in Stadt und Land zum Wohle der Allgemeinheit tätig.

Renate Höfler (45) aus Nürnberg engagiert sich in vielfältiger Weise um das Gemeinwohl. Seit 1996 gehört sie dem Stadtrat der Stadt Nürnberg an und nimmt engagiert und kompetent zahlreiche Funktionen wahr. Neben ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit ist sie beim Bayerischen Bauernverband als Ortsbäuerin, stellvertretende Kreisbäuerin und seit Februar 2002 als Kreisbäuerin des Kreisverbandes Nürnberg-Stadt aktiv. Als Vorsitzende des Gärtnermeisterverbandes Knoblauchsland hat sie die Weiterbildung der Mitglieder durch Seminare und Studienfahrten belebt und auch die politische Arbeit des Verbandes aktiviert. Auf ihre Initiative hin wurde beispielsweise das Kochbuch "So kochen die Nürnberger Bäuerinnen" herausgebracht und anlässlich des Nürnberger Stadtjubiläums "950 Jahre Stadt Nürnberg" die größte Salattafel aufgebaut. Zusammen mit ihrem Ehemann praktiziert sie im eigenen Gemüsebaubetrieb integrierten Pflanzenschutz mit mehreren biologischen Schädlingsbekämpfungsverfahren. Außerdem unterstützt sie im städtischen Raum in hervorragender Weise den Erzeuger-Verbraucher-Dialog. So war sie sowohl an der Einrichtung von "Original Regional" als auch an der Kreation "Gemüse des Monats" federführend beteiligt. Daneben engagiert sie sich in der evangelischen Kirche: Dort arbeitet sie nicht nur in ihrer Kirchengemeinde mit, sondern gehört seit 2001 auch der Dekanatssynode an.

Klaus Könnecke (64) aus Erlangen engagiert sich seit drei Jahrzehnten in den unterschiedlichsten Bereichen zum Wohle der Bürger der Stadt Erlangen. Von 1959 bis 2000 im Dienst der Erlanger Polizei tätig, hat er bereits Ende der 60er Jahre politische Aufgaben übernommen sowie in den verschiedensten örtlichen und überörtlichen Arbeitskreisen der Polizei mitgearbeitet. Neben seinem Engagement in verschiedenen Bürgerinitiativen und Vereinen gehört er seit 1984 dem Erlanger Stadtrat an und wirkt aktiv und sachkundig in zahlreichen Gremien und Ausschüssen mit. So hat er im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss, im Aufsichtsrat der Erlanger Stadtwerke, im Kuratorium der Volkshochschule, im Zweckverband Abfallwirtschaft und als stellvertretender Vorsitzender des Bau- und Werkausschusses die Entwicklung und das Erscheinungsbild der Stadt Erlangen entscheidend mitgeprägt. Darüber hinaus hat er sich mit seinen gesellschaftlichen Aktivitäten in Vereinen und Verbänden hohes Ansehen erworben. Als Beisitzer bei der Verkehrswacht engagiert er sich für die Schülerlotsen, ist Beirat der Elternlotsen, ständiger Ansprechpartner für die Sponsoren sowie für die Verkehrswacht, hat die Jugendverkehrswacht mit aufgebaut und setzt sich besonders für den Nahverkehr ein. Zur Unterstützung der Städtepartnerschaften pflegt er in beständiger Weise die Beziehungen und betreut die Besuchergruppen. Hervorzuheben sind auch sein langjähriges Wirken als 1. Vorsitzender des Heimatvereins Harmonie sowie seine Mitgliedschaften beim Büchenbacher Sportclub, den Sportschützen, der Freiwilligen Feuerwehr und seine Tätigkeit als Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Xystus.

Georg Lang (59) aus Großhabersdorf (Landkreis Fürth) hat sich jahrzehntelang erfolgreich in der Kommunalpolitik zum Wohl der Bürger als auch in zahlreichen Gremien und Vereinen engagiert. 1978 bis 2002 leistete er als 1. Bürgermeister der Gemeinde Großhabersdorf Hervorragendes. Nach der erfolgreichen Abwicklung der Gebietsreform und dem Aufbau der Verwaltung in der Verwaltungsgemeinschaft Großhabersdorf mit dem Markt Ammerndorf stellte er wichtige Weichen zur zukunftsweisenden Entwicklung der Gemeinde. So wurden etwa eine zentrale Kläranlage, ein Gewerbe- sowie ein Naherholungsgebiet gebaut, Gemeinschaftsräume eingerichtet und infrastrukturelle Maßnahmen durchgeführt. Zur musikalischen Förderung von Kindern initiierte er den Zweckverband Musikschule südlicher Landkreis Fürth und eine Ferienfreizeit für Jugendliche, für die nunmehr die Agenda 21 - Arbeitskreis "Jugend, Bildung und Kultur" - die Verantwortung übernommen hat. Dem europäischen Gedanken stark verbunden knüpfte er mit der Gemeinde Aixesur-Vienne in Frankreich sowie mit der polnischen Gemeinde Swieciechowa partnerschaftliche Kontakte. Wichtige Arbeit leistete er auch 24 Jahre lang als Mitglied des Kreistages. Darüber hinaus vertrat er fast zwei Jahrzehnte lang die Interessen der Gemeinde Großhabersdorf im Zweckverband VHS Zirndorf/Oberasbach/Großhabersdorf und seit 1978 engagiert er sich in verschiedenen Funktionen beim Zweckverband Wasserversorgung Dillenberggruppe. Zudem setzte er sich ehrenamtlich im Bereich des Sparkassenwesens bei der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden, im Hauptausschuss des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Bayern sowie in verschiedenen anderen Gremien ein. Daneben hat er in der Evang.-Luth. Kirchengemeinde drei Jahrzehnte Verantwortung übernommen. In seiner Zeit als Kirchenvorstand wurden die Kirche und das Pfarrzentrum renoviert, der Friedhof erweitert und der Kindergarten gebaut.

Gerd Lobodda (55) aus Nürnberg engagiert sich seit mehr als drei Jahrzehnten ehren- und hauptamtlich in der Gewerkschaftsarbeit. Bereits vor seinem hauptamtlichen Engagement bei der IG-Metall-Verwaltungsstelle Nürnberg war er ehrenamtlich in verschiedenen Gremien tätig wie etwa als Vorsitzender des DGB-Kreisjugendausschusses im DGB Kreis Amberg. Die gravierenden Strukturveränderungen in der Metallindustrie im Raum Nürnberg hat er durch innovative Lösungsvorschläge stets im Interesse der betroffenen Arbeitnehmer gemeistert. Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens liegt im Bereich der Qualifizierung von Arbeitnehmern, insbesondere mit Blick auf die strukturbedingten regionalen Problemfelder. Zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken hat er eine Reihe von Qualifizierungsprojekten initiiert und etabliert, wobei er sich immer für eine fachgerechte und zukunftsorientierte Ausbildung von Jugendlichen sowie für die Belange sozial Benachteiligter einsetzte. Über sein berufliches Engagement hinaus wirkte er intensiv an der Erarbeitung und Umsetzung eines Entwicklungsleitbildes für die Region mit. Dieses Leitbild, das in Bayern einmalig ist, hat auch seinen Niederschlag in der bayerischen Wirtschafts- und Technologiepolitik gefunden. Konstruktiv und mit großem persönlichen Engagement war er zudem im Wirtschaftsforum Region Nürnberg sowie bei der Konzipierung und Umsetzung des Regionalkonzeptes Mittelfranken der High-Tech-Offensive Bayern beteiligt. Seit 1998 gehört er zudem dem Beirat für das Netzwerk Arbeit und Qualifizierung an. Im November 2000 wurde auf seine Anregung hin eine auf Bundesebene einmalige arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Initiative gegründet, das von der Stadt Nürnberg und der IG-Metall gemeinsam getragene Projekt "Brücken in neue Beschäftigung". Dieses Projekt will neue Beschäftigungs- und Übergangsmöglichkeiten für vom Strukturwandel bedrohte Arbeitnehmer realisieren.

Karlheinz Walter (61) aus Abenberg (Landkreis Roth) stand drei Jahrzehnte ununterbrochen als Stadtrat, Kreisrat und Bürgermeister in kommunalpolitischer Verantwortung. Als 1. Bürgermeister der Stadt Abenberg hat er während seiner 18jährigen Amtszeit in allen Bereichen der örtlichen Daseinsvorsorge hervorragende Leistungen erbracht. So hat er sich von 1984 bis Ende April 2002 für die Ausweisung von kostengünstigem Bauland für junge Familien eingesetzt, es wurden Sozialwohnungen gebaut und durch die Ausweisung eines Gewerbegebietes mit Ansiedlung von kleinen, mittelständischen Betrieben vor allem Arbeitsplätze am Ort geschaffen. Neben der Verbesserung der Infrastruktur wurde die Klöppelschule saniert und neu gestaltet, der Schottenturm und das frühere Gemeindehaus zum Gäste- bzw. Übernachtungshaus für die Burg Abenberg auf- und umgebaut. Dank seiner Initiativen zur Förderung des Fremdenverkehrs erfolgte die Aufnahme der Stadt in die "Burgenstraße" von Heilbronn nach Prag und die Anerkennung zum staatlich anerkannten Erholungsort wurde beantragt. Als Mitglied des Kreistags setzte er sich viele Jahre lang im Krankenhausausschuss vor allem für die Erhaltung und Verbesserung der Krankenhausgrundversorgung im Landkreis Roth ein, außerdem gehörte er dem Kreisausschuss an. Zudem war er 18 Jahre lang Mitglied des Bayerischen Gemeindetags im Kreisverband Roth. Als engagiertes Mitglied des Sportvereins Abenberg hat er sich besonders um den Spielmannzug des Vereins verdient gemacht. Kompetente Arbeit leistete er zudem beim BRK-Kreisverband Roth-Schwabach und beim Zweckverband Burg Abenberg. Als Gründungsmitglied des Zweckverbandes Burg Abenberg und als langjähriger Vorsitzender des Förderkreises Historische Burg Abenberg hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass durch die gut gelungene Renovierung nicht nur die Stadt Abenberg wieder ein intaktes Wahrzeichen hat, sondern die Burg auch mit Leben erfüllt werden konnte. So blieb neben dem "Haus der fränkischen Geschichte" und dem "Klöppelmuseum" auch noch Platz für eine leistungsfähige Gastronomie mit Hotelbetrieb.


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