Bayerische Bilanz der Motorradunfälle im 1. Halbjahr 2003
Beckstein: "Rücksichtsvoll fahren und gelassen genießen"
Nach einer vorläufigen Bilanz hat die bayerische Polizei von Januar bis Juni 2003 3.285 Motorradunfälle und damit 4,39 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (2002: 3.436) registriert. Dabei kamen 90 (2002: 90) Menschen ums Leben, 1.084 (2002: 1.152) wurden schwer verletzt und 2.258 (2002: 2.316) erlitten leichte Verletzungen. Beckstein machte angesichts der aus seiner Sicht immer noch zu hohen Zahlen deutlich, dass Bayern seine präventiven Aktivitäten zur Erhöhung der Sicherheit auch von motorisierten Zweiradfahrern über das laufende Jahr fortführen wird. Er appelliert an die Zweiradfahrer und die Autofahrer zu gegenseitiger Rücksichtnahme, denn "rücksichtsvolles Fahren heißt auch sicher ankommen".
Eine der Hauptursachen bei Unfällen, die von motorisierten Zweiradfahrern verursacht werden, ist nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit. Vielfach kommt es aber auch zu Motorradunfällen, weil Pkw-Fahrer die im Einzelfall gegebene Vorfahrt oder den Vorrang von Zweiradfahrern missachten. Beckstein: "Motorradfahren soll Spaß machen und darf nicht zum unkalkulierbaren Sicherheitsrisiko werden. Motorräder haben keine Knautschzone, keinen Sicherheitsgurt und keinen Airbag. Umso wichtiger ist es, durch ein verkehrsgerechtes und vorausschauendes Verhalten Unfallrisiken möglichst zu minimieren". Bei den im ersten Halbjahr 2003 registrierten Motorradunfällen kamen 85 (2002: 81) Motorradfahrer bzw. Beifahrer ums Leben, 1.027 (2002: 1.085) wurden schwer und 1.950 (2002: 1.994) leicht verletzt.