Achtung, Waldbrandgefahr!

Achtung, Waldbrandgefahr!
Beckstein bittet um Vorsicht: "Selbst Glasscherben oder geparkte Autos können Brände auslösen"
"Wegen der extrem trocken-heißen Witterung der letzten Tage und Wochen hat die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns stark zugenommen. Schon ein einzelner Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe, aber auch eine die Sonnenstrahlen bündelnde Glasscherbe können Gras, Nadelstreu auf dem staubtrockenen Waldboden liegende Zweige und Reisig entzünden. Seit dem 1. März gilt auch ein bis zum 31. Oktober zu beachtendes Rauchverbot in Wäldern um folgenschwere Waldbrände zu vermeiden. Im Übrigen können auch Pkw mit Katalysatoren einen Waldbrand verursachen: Wird ein Fahrzeug auf trockenem Gras geparkt, kann dieses durch den heißen Katalysator entzündet werden. Besonders gefährdet sind vor allem dichte Nadelwälder südlich der Donau und die von der Bevölkerung stark frequentierten Wälder in den Ballungsgebieten", informiert Innenminister Dr. Günther Beckstein zur akuten Waldbrandgefahr. Ganz aktuell sind in Bayern zwar keine Waldbrände gemeldet. Die Gefahr steigt aber gerade in Nordbayern mit der weiter anhaltenden Trockenheit. Schon derzeit ist sie in Nordbayern "hoch" (Stufe 4 von 5 Stufen), in Südbayern mittel (Stufe 3); am Alpenrand liegt sie regional sogar nur bei Stufe 2.

Zur Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden stehen die bayerischen Feuerwehren bereit, die entsprechend der örtlichen Risiken ausgestattet und ausgebildet sind. Zur Waldbrandbekämpfung speziell im Gebirge oder an schwer zugänglichen Stellen hat sich der Einsatz von Hubschraubern mit Löschwasser-Außenlastbehältern bewährt, aus denen sich das Wasser gezielt auf die Brandstelle abgeben lässt. Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber sind flächendeckend in Bayern bei verschiedenen Feuerwehren stationiert. Bei der Brandbekämpfung aus der Luft kommen Helikopter der Polizei-Hubschrauberstaffel Bayern, der Fliegerstaffel Süd des Bundesgrenzschutzes oder der Bundeswehr zum Einsatz. Die Einsatzleitungen vor Ort können diese Unterstützung direkt beim Lagezentrum im bayerischen Innenministeriums anfordern. Zu Zeiten erhöhter Waldbrandgefahr werden ausgedehnte Waldgebiete zusätzlich durch bis zu 330 ehrenamtliche Beobachter der Luftrettungsstaffel Bayern mit über 150 Flugzeugen überwacht. Sie melden aus der Luft erkannte Waldbrände oftmals noch in der Entstehungsphase an die Feuerwehr. Näheres zur Luftrettungsstaffel unter http://www.stmi.bayern.de/PM/2003/320.htm


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