Beckstein: "Kriminalstatistik beweist eindeutig:
Autoklau hat in Bayern keine Konjunktur"
"Die Aufklärungsquote der Polizei beim Kfz-Diebstahl ist in Bayern seit Jahren höher als in anderen Bundesländern. So wurden in Bayern 1999 von 4.302 Delikten 56,5 % geklärt, während die durchschnittliche Aufklärungsquote in den anderen Bundesländern nur 26,3 % beträgt. Auch bei der Zahl solcher Straftaten je 100.000 Einwohner schneidet Bayern mit 36 Fällen deutlich besser ab als die durchschnittlich 177 in den anderen Bundesländern. Dass es sich dabei um hieb- und stichfeste Fakten handelt, belegt eine Vergleichsstudie des bayerischen Landeskriminalamtes. Sie überprüfte das Ergebnis mit Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, den polizeilichen Fahndungsdateien und anhand einer Analyse von Fallakten. Autoklau hat im Freistaat dank der von Bayerns Polizei entwickelten oder maßgeblich mitinitiierten Recherchesysteme sowie wegen der Schleierfahndung keine Konjunktur. Das sind die entscheidenden Gründe für diesen Erfolg, denn moderne Diebstahlssicherungen, wie etwa die Wegfahrsperre, gehören ja bundesweit inzwischen zur Serienausstattung der die Kriminellen besonders interessierenden Neuwagen deutscher Hersteller", freut sich Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein.
Gerade bei Kontrollen im 30 Kilometerbereich entlang der 1192 Kilometer langen Grenze Bayerns zu Österreich und Tschechien sowie im Rahmen der Schleierfahndung greift die Polizei in Bayern gestohlene Fahrzeuge auf. 2002 wurden in Bayern 1.125 neuwertige Pkw, die nicht älter als zwei Jahre waren, als gestohlen gemeldet. Sie sind mit Sicherheit für Kfz-Verschiebungen am lukrativsten und damit am interessantesten. Über 260 davon waren VWs, gefolgt von rund 200 der Marke Daimler/Chrysler und rund 180 der Marke Audi sowie etwa 140 BMWs. Allgemein geht seit Mitte der 90er Jahre der Diebstahl von Kraftfahrzeugen bundesweit deutlich zurück. So wurden im Jahr 2002 in Bayern 3.443 neuere und ältere Kraftfahrzeuge entwendet oder unbefugt in Gebrauch genommen. Bayernweit sind dies 28 Fälle pro 100.000 Einwohner. Bundesweit gab es dagegen 70.617 Kfz-Diebstähle, also pro 100.000 Einwohner rund 86 solcher Fälle.