Verdienstkreuz am Bande für Sonja Ströbl
Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber hat Bundespräsident Johannes Rau Sonja Ströbl mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Innenminister Dr. Günther Beckstein händigte die hohe Auszeichnung der Geehrten am 1. Dezember 2003 in München aus. Sonja Ströbl hat sich besondere Verdienste um die Förderung herausragender journalistischer und wissenschaftlicher Leistungen auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit erworben.
Im Sinne ihres verstorbenen Gatten gründete Sonja Ströbl 1991 von ihrem privaten Vermögen die Joseph-Ströbl-Stiftung und stattete diese mit einem beträchtlichen Barvermögen aus. Im Stiftungszweck wurde festgelegt, von den Stiftungsmitteln alljährlich Preise für herausragende journalistische und wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit auszuloben. Jährlich werden Preise über insgesamt 10.000 Euro an zwei Wissenschaftler und einen Journalisten verliehen und durch einen hochrangigen Politiker überreicht. Der verstorbene Gatte Joseph Ströbl hatte als ehemaliger Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung sein Leben dem Kampf gegen den Verkehrstod gewidmet. Er erfand unter anderem den "Kavalier der Straße" und die jährlich durchgeführte Gemeinschaftsaktion "Sicher zur Schule - sicher nach Hause".
Frau Ströbl führt das Vermächtnis ihres Ehegatten in beispielhafter Weise weiter. Bisher sind fast 40 Preisträger ausgezeichnet worden, deren verdienstvolle Arbeit in verschiedenen Bereichen der Verkehrssicherheit öffentlichkeitswirksam gewürdigt wurde und dadurch ein hohes Ansehen weit über die Fachkreise hinaus erlangt hat. "Sie haben mit der Errichtung dieser Stiftung einen Bürgersinn bewiesen, der gerade in unserer individualisierten Gesellschaft vorbildlich ist. Mit diesem enormen Engagement zum Wohle der Allgemeinheit haben Sie sich auszeichnungwürdige Verdienste erworben," so Beckstein bei der Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande.