Schmid fordert bei Verkehrsfreigabe der neuen Anschlussstelle
Neusäß Betreibermodell für sechsstreifigen Ausbau der A 8 auch zwischen Augsburg und München
"Die A 8 ist mit Spitzenbelastungen von 100 000 Fahrzeugen am Tag eine europäische Hauptverkehrsachse. Der sechsstreifige Ausbau von Ulm bis München ist längst überfällig. Es ist an der Zeit, dass der Bund endlich darüber entscheidet, das Betreibermodell auch zwischen Augsburg und München vorzusehen", betont Innenstaatssekretär Georg Schmid am 13. Dezember bei der Verkehrsfreigabe der neuen Anschlussstelle Neusäß. Die rund 6 Millionen Euro teure neue Anschlussstelle an der Autobahn A 8 Ulm - München verbessert die Erschließung des Wirtschaftsraums Augsburg und soll auch das nördlich von Augsburg geplante Güterverkehrszentrum an das Fernstraßennetz anschließen.
Die A 8 ist als Vorkriegsautobahn ohne Standstreifen völlig überlastet und äußerst stauanfällig. Viele Unfälle sind die Folge. "Der Bund kann jedoch den Ausbau bei seiner von unzähligen Unwägbarkeiten geprägten Haushaltsplanung nicht über den regulären Fernstraßenhaushalt finanzieren," so Schmid. Deshalb soll nach den bisherigen Vorgaben des Bundes der Ausbau der A 8 zwischen Ulm und Augsburg als Pilotprojekt mit Privatfinanzierung nach dem sogenannten Betreibermodell durchgeführt werden. Bei diesem Modell erhält der künftige Betreiber der Autobahn die Gebühren aus der LKW-Maut. Zusätzlich leistet der Bund eine Anschubfinanzierung. Bayern hat beantragt, auch den stärker belasteten Abschnitt von Augsburg bis München als Betreibermodell vorzusehen. Der Bund hat über den Antrag noch nicht entschieden. Bei gesicherter Finanzierung über das Betreibermodell könnte die gesamte A 8 zwischen Ulm und München bis Ende 2010 durchgehend sechsstreifig ausgebaut sein.
"Die ständigen neuen Verzögerungen bei der Einführung der Maut sind allerdings gelinde gesagt ein Trauerspiel", so Schmid. "Jede weitere Verzögerung der Mauteinführung bedeutet zusätzliche Risiken für den Fernstraßenhaushalt. Den Baubeginn wichtiger bayerischer Fernstraßenprojekte weiter zu verschieben, können wir keinesfalls akzeptieren."