Exporteure setzen auf Inlandsmessen
Leitmessen in Deutschland stärken den Export des Mittelstandes
12.1.2005 Für viele Exporteure beginnt das Auslandsmarketing bereits vor der Haustür: Von den deutschen ausstellenden Unternehmen, die exportieren, betrachten rund zwei Drittel (65,5 %) internationale Messen in Deutschland als sehr wichtig oder wichtig für die Stärkung ihres Auslandsgeschäftes. Das ist eines der Ergebnisse des AUMA_MesseTrend 2005, einer repräsentativen Befragung von 500 deutschen Ausstellern, davon 68 % Exporteure. Die Untersuchung wurde von TNS Emnid im Auftrag des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft durchgeführt. Von den Firmen mit einem Exportanteil von mehr als 10 % halten sogar über drei Viertel (76 % ) Inlandsmessen für exportrelevant. Auslandsmessen sind dagegen nur für 54 % der exportierenden Aussteller von Relevanz; bei Firmen mit über 10 % Exportanteil liegt diese Quote immerhin bei 62 %, das ist aber immer noch weniger als bei Inlandsmessen.
Vor allem kleinere Unternehmen mit unter 50 Mio. Euro Umsatz setzen bei ihrem Export vorrangig auf die internationalen Messen in Deutschland: Gut zwei Drittel halten Inlandsmessen, knapp die Hälfte Auslandsmessen für exportrelevant.
Von den Unternehmen mit über 50 Mio. Euro Umsatz halten dagegen drei Viertel Auslandsmessen für sehr wichtig oder wichtig zur Stärkung des Exports. Aber gleichzeitig sehen auch 60 % dieser Gruppe Inlandsmessen als exportrelevant an. Selbst relativ große Exporteure betrachten also ihre inländischen Messebeteiligungen als wesentlichen Baustein für ihr Exportmarketing.
Offensichtlich haben die internationalen Leitmessen in Deutschland einen wesentlichen Anteil an den dauerhaften Exporterfolgen der deutschen Wirtschaft.