Beckstein nach Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu A 73:
"Großer Sieg für Oberfranken und die Deutsche Einheit"
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat heute die Klage des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BUND) gegen den Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberfranken vom 20.03.2002 in vollem Umfang abgewiesen. Innenminister Dr. Günther Beckstein bewertete das Urteil als einen großen Sieg für die Infrastrukturentwicklung in Oberfranken und die Deutsche Einheit. Damit liegt im Abschnitt Ebersdorf-Lichtenfels der A 73 bestandskräftiges Planungsrecht vor. Beckstein hat deshalb veranlasst, dass die Autobahndirektion Nordbayern baldmöglichst mit den Bauarbeiten im Abschnitt Ebersdorf-Lichtenfels beginnt. In den nächsten Wochen werden die Ausschreibungen für erste Brückenbauwerke veröffentlicht und die erforderlichen Rodungsarbeiten eingeleitet. Mit den Brückenbauarbeiten soll noch im Frühjahr 2004 begonnen werden . Beckstein: "Damit ist die Fertigstellung der gesamten A 73 auf bayerischem Gebiet bis zum vorgesehenen Termin 2008 nach jetziger Sicht der Dinge absehbar".
Die Angriffe des BUND gegen die Planfeststellung blieben alle erfolglos. Insbesondere kam das Gericht zu der Überzeugung, dass das Maintal zwischen Lichtenfels und Staffelstein zurecht nicht als Vogelschutzgebiet gemeldet werden müsse. Auch widerspreche die Planung nicht der FFH-Richtlinie, da die Voraussetzungen für die Zulassung der Planung selbst bei einem gemeldeten FFH-Gebiet jedenfalls vorlägen.
Auch die vom BUND behauptete Zerstörung des "Gottesgartens" zwischen Banz und Vierzehnheiligen wird nach Ortsbesichtigung des Gerichts nicht eintreten. Die unmittelbare Blickbeziehung zwischen Banz, Vierzehnheiligen und dem Staffelberg werde von der Autobahn nicht berührt; im Bereich der Querung des Maintals durch die A 73 sei das Landschaftsbild schon jetzt unter anderem durch die Bebauung beeinträchtigt.
Die A 73 ist eines der Verkehrsprojekte der Deutschen Einheit (VDE), die in einer Gesamtlänge von rund 70 km die Verbindung zwischen Bayern und Thüringen von Lichtenfels bis Suhl durchgreifend verbessern soll. Die Finanzierung des VDE Projekts Nr. 16 ist gesichert. Im nördlich anschließenden Abschnitt Coburg-Ebersdorf laufen die Bauarbeiten bereits seit Herbst 2003.