Zweite Ausbildungsphase und begleitetes Fahren ab 17 Jahren
Schmid: "Für Sicherheit von Führerscheinneulingen mehr tun"
22% der Unfalltoten in Bayern sind zwischen 18 und 24 Jahre alt, aber nur 7,9% der Bevölkerung ist in diesem Alter. Das zeigt deutlich, dass für junge Fahranfänger mehr getan werden muss", so Innenstaatssekretär Georg Schmid bei der Veranstaltung "50 Jahre ADAC Straßenwacht am Tag der gelben Engel" am 3. Februar 2004 in München. "Um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, fordert Bayern die Einführung einer zweiten Ausbildungsphase für junge Fahranfänger. Ein weiteres erfolgversprechendes Modell ist das Fahren in Begleitung ab 17", so Schmid.
"Bayern fordert seit Jahren eine zweite Ausbildungsphase für Fahranfänger. Die hartnäckigen Vorstöße Bayerns zahlen sich nunmehr aus", freut sich Schmid. Nachdem im vergangenen Jahr das Bundesverkehrsministerium die Verordnung über die freiwillige Fortbildung von Inhabern der Fahrerlaubnis auf Probe in Kraft gesetzt hat, führt das Staatsministerium des Innern derzeit mit den Verbänden, die entsprechende Fortbildungsseminare anbieten wollen, vorbereitende Gespräche. Im März 2004 wird das Angebot der zweiten Ausbildungsphase flächendeckend eingeführt sein. "Durch Übungsfahrten mit dem Fahrlehrer und praktische Sicherheitsübungen außerhalb des Straßenverkehrs wird die zweite Ausbildungsphase zu einem echten Gewinn für junge Fahranfänger", ist sich Schmid sicher. Wer freiwillig an dem Modell teilnimmt, dem wird die Probezeit bis zu einem Jahr verkürzt.
Auch das Modell "Fahren in Begleitung ab 17" soll das Unfallrisiko junger Fahranfänger mindern. Dabei sollen 17-jährige nach entsprechender Ausbildung in der Fahrschule und Führerscheinprüfung ein Jahr lang in Begleitung eines erfahrenen Führerscheininhabers aktiv am Straßenverkehr teilnehmen können, bevor sie mit 18 alleine fahren dürfen. "Ich hoffe, dass der vom Bundesrat unter maßgeblicher Beteiligung Bayerns beschlossene Verordnungsentwurf über die freiwillige Teilnahme von jungen Fahranfängern an dem Modellversuch "Begleitetes Fahren ab 17" vom Bundesverkehrsministerium schnellstmöglich umgesetzt wird. Bayern wird dann auch dieses Modell zur Stärkung der Führerscheinpraxis junger Fahranfänger unverzüglich einführen", so Schmid.