Beckstein stellt mobile Videoüberwachungsanlage in Schweinfurt vor:
"Weiterer Schritt zu noch wirksamerer Kriminalitätsbekämpfung"
Seit September 2001 gibt es in Bayern die gesetzliche Grundlage für die polizeiliche Videoüberwachung öffentlicher Plätze an Kriminalitätsbrennpunkten. Nach guten Erfahrungen der Nürnberger Polizei mit einer im September 2002 in Betrieb genommenen neuartigen mobilen Videoüberwachungsanlage in der Nürnberger Innenstadt hat Innenminister Dr. Günther Beckstein am 28. Februar 2004 eine weitere hochmoderne, funkgesteuerte, digitale Videoüberwachungsanlage in Schweinfurt in Betrieb genommen. Diese überträgt Bilder vom Schweinfurter Roßmarkt in die Einsatzzentrale der Polizeidirektion Schweinfurt. Etwa 8% aller in der Stadt Schweinfurt registrierten Straftaten stehen im Zusammenhang mit dem Roßmarkt. Bei zurückliegenden Bürgerbefragungen bezeichneten viele Bürger den Roßmarkt mit dem Zentralen Busbahnhof als "Angstraum". Beckstein: "Das Installieren einer Videokamera an diesem belebten Platz im Zentrum von Schweinfurt bedeutet einen weiteren Schritt zu einer noch wirksameren Kriminalitätsbekämpfung. Die Videoüberwachung trägt dazu bei, das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung nachhaltig zu stärken. Weiterhin leistet sie einen wichtigen Beitrag zur objektiven Sicherheit".
Wie Beckstein weiter ausführte, werden nicht nur potentielle Straftäter durch das deutlich erhöhte Entdeckungsrisiko abgeschreckt: "Wir haben durch die Videoüberwachung bestimmter Örtlichkeiten auch die Möglichkeit, Tatverdächtige schnell zu identifizieren, Tatabläufe lückenlos zu rekonstruieren und vielversprechende Fahndungsansätze zu gewinnen." Vor allem kann die Polizei durch die Videoüberwachung eine gerichtsverwertbare und prozessfeste Beweisführung sicherstellen. Als besonderen Erfolg der Videoüberwachung wertet Beckstein den Einsatz von insgesamt elf Videokameras beim letztjährigen Oktoberfest in München: "Wir konnten durch die Videoüberwachung nicht nur das Sicherheitsempfinden der Wiesn-Besucher nachhaltig stärken. Es gelangen uns auch zahlreiche Festnahmen im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität oder bei Taschendiebstahl und gefährlicher Körperverletzung." Die Wiesn-Besucher haben laut Beckstein auf die Videokameras sehr positiv reagiert. Man konnte feststellen, dass das Oktoberfest durch die Videotechnik deutlich sicherer geworden ist.