Schmid händigt Verdienstkreuz am Bande aus

Schmid händigt Verdienstkreuz am Bande aus
Einladung an die Presse
Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber hat Bundespräsident Johannes Rau Eugen Böckler, Wolfgang Gindorfer, Rosemarie Greck, Renate Hinz, Josef Scherer und Eugen Wutz mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Innenstaatssekretär Georg Schmid wird die hohen Auszeichnungen den Geehrten aushändigen am

Freitag, 26. März 2004 um 09.30 Uhr
in der Regierung von Schwaben
Frohnhof 10, 86152 Augsburg, Rokokosaal

Berichterstatter und Bildberichterstatter sind dazu herzlich eingeladen.

Eugen Böckler (59) aus Kaufbeuren ist Obermeister der Maler- und Lackiererinnung und stellvertretender Kreishandwerksmeister. Neben seiner Tätigkeit als selbstständiger Malermeister war er von 1975 bis 1996 Fachlehrer an der Staatlichen Berufsschule Kaufbeuren. Seit 1972 ist Böckler Stadtrat von Kaufbeuren. Als Pfleger des städtischen Bauhofes brachte Böckler sein Fachwissen sowie seine große berufliche Erfahrung mit ein. Mit Hilfe der von ihm initiierten und überwachten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen konnten die Burg Kemnat und die Höflmayrkapelle saniert, die Festwagen des Tänzelfestvereins Kaufbeuren grundlegend renoviert, die Stadtmauer wieder begehbar gemacht und Stadtrundgänge und Radwege angelegt werden. Auch als Kirchenpfleger der Stadtpfarrkirche St. Martin leistet der Geehrte seit 1988 Vorbildliches. Er erreichte nicht nur den Bau eines neuen Pfarrheimes und die Anschaffung einer neuen Orgel, sondern er kümmerte sich auch um die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Seligsprechung von Crescentia von Kaufbeuren im Jahre 2000 sowie zur Heiligsprechung von Crescentia Höß. Darüber hinaus hat Böckler in dem zu St. Martin gehörenden Münzturm im Jahr 2001 aus seiner privaten Sammlung ein Crescentia-Museum eingerichtet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wolfgang Gindorfer (41) aus Friedberg, Landkreis Aichach-Friedberg hat von 1984 bis 2001 ein umfassendes Augenhilfsprojekt in Tororo/Uganda aufgebaut. Durch sein Engagement konnte in kürzester Zeit eine Augenoptik-Station als Entwicklungshilfeprojekt ins Leben gerufen werden, der bald darauf eine Augenheilkunde-Abteilung folgte. Bis 2001 war Gindorfer Leiter und Koordinator des von der Christoffel-Blindenmission geförderten Augen- und Optikzentrums in Tororo/Uganda. Zudem hat er eine optische Schleifwerkstätte gegründet, um preisgünstige Sehhilfen und sphärische Rohgläser herstellen zu können. Die dazu notwendigen augenmedizinischen Hilfskräfte bildete er selber aus. Um auch die entlegenen Gegenden Ugandas augenmedizinisch versorgen zu können, startete Gindorfer eine rollende Augenklinik, die sich bald zu einer so genannten "Community Based Rehabilitation" entwickelte. Bei diesem Projekt unterstützen breit ausgebildete Mitarbeiter Behinderte in den Dörfern und versuchen deren Lebensumstände zu verbessern. Als vorläufig letzte Initiative hat Gindorfer in einer Grundschule in Agururu nahe Tororo eine Gehörlosenklasse eingerichtet. 2001 wurde der Geehrte zum Regionalbeauftragten der Christoffel-Blindenmission für Nordafrika und den Nahen Osten bis hinüber nach Pakistan berufen.

Rosemarie Greck (61) aus Dillingen an der Donau war von 1977 bis 1984 Gruppenleiterin beim Bayerischen Roten Kreuz. Gleichzeitig war Greck Stellvertreterin der Sanitätsleitung, bevor sie die Sanitätsleitung insgesamt übernahm. Seit 1993 ist sie als Kursleiterin für die "Krankenpflege in der Familie" tätig. Zudem ist sie auch im Vorstand und im Haushaltsausschuss des Kreisverbandes Dillingen sowie Pflegedienstleiterin. Seit Jahrzehnten unterstützt Greck die jährlichen Caritas-Haussammlungen und übernimmt zusätzlich die Krankenbesuchsdienste der Pfarrei St. Peter in Dillingen. 2001 hat die Geehrte die Leitung der "Gruppe pflegende Angehörigen" übernommen. Greck wurde für ihren Dienst an den Mitmenschen bereits 1988 mit dem "staatlichen Ehrenzeichen am Bande" und 1997 mit der "Ehrennadel in Gold" für besondere Verdienste für das Bayerische Rote Kreuz geehrt.

Renate Hinz (66) aus Waltenhofen, Landkreis Oberalllgäu hat als ehrenamtliches Mitglied des Bezirkstags Schwaben zwölf Jahre lang wichtige Funktionen übernommen. Sie hat für die personelle und strukturelle Entwicklung des Bezirks sowie für den Ausbau der kulturellen Einrichtungen in Schwaben entscheidend mitgewirkt, wie die Rettung wichtiger Klöster, das Denkmalschutzprogramm, die Verstärkung der Musikpflege in der Region und vor allem der Ausbau von Kloster Irsee zum international beachteten Tagungs- und Bildungszentrum. Im sozialen Bereich trat Hinz für die Verbesserung der Situation Behinderter sowie für den Aufbau ambulanter Dienste als Hilfe für psychisch kranke Menschen ein. Im Zweckverband Schwabenakademie wirkte sie als Verbandsrätin für die überörtliche Erwachsenenbildung. 1999 wurde Hinz zur Seniorenbeauftragten des Landkreises Oberallgäu bestellt. 2001 initiierte sie die Gründung eines Kommunalen Seniorenbeirates auf Landkreisebene, den sie seither leitet.

Josef Scherer (72) aus Schwenningen, Landkreis Dillingen war erster Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Gremheim und von 1978 bis 2002 zweiter Bürgermeister der Gemeinde Schwenningen. Unter seiner Federführung wurden weitreichende Baumaßnahmen verwirklicht, wie die Umgehungsstraße Gremheim mit neuer Donaubrücke sowie die Ver- und Entsorgungsanlagen im Wasser- und Abwasserbereich. Von 1967 bis 1990 war Scherer Vorstandsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der Molkereigenossenschaft Schwenningen, von 1970 bis 1998 Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Gremheim und seit 1965 auch Feldgeschworener. Zudem ist Scherer Schöffe beim Landgericht Augsburg.

Eugen Wutz (68) aus Sonthofen, Landkreis Oberallgäu war Personalratsvorsitzender beim Bahnhof Sonthofen und später beim Bahnbetriebswerk Kempten/Allgäu. Seit 1968 ist Wutz Stadtrat von Sonthofen und seit 1996 3. Bürgermeister. Von 1985 bis 2002 war er Kulturreferent der Stadt Sonthofen. 26 Jahre lang engagierte sich Wutz bei verschiedenen Sportvereinen als Fußballtrainer und Übungsleiter und war zudem von 1977 bis 1988 Bezirksübungsleiter der Jugend und Talentsichter der Schwäbischen Schülermannschaften. Der Geehrte ist seit über zwei Jahrzehnten Mitglied der Sonthofer Fasnachtszunft, Büttenredner und Organisator von Faschingsveranstaltungen und den jährlichen Fasnachtsumzug. Als Mitglied der Laienspielgruppe des Heimatdienstes Sonthofen hat Wutz zahlreiche Hauptrollen gespielt.


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