Beckstein: " Bauverwaltung überprüft Straßenplanungen auf Einsparpotenziale beim Flächenverbrauch"
4,6 % der Landesfläche Bayerns sind Verkehrsflächen. Diese teilen sich auf in 0,5 % für Eisenbahnen, Wasserstraßen und Flughäfen, 0,8 % für Bundesfern-, Staats- und Kreisstraßen und 3,3 % für Gemeindestraßen. Die 0,8 % der Landesfläche Bayerns für die überörtlichen Straßen wiederum teilen sich auf in 0,46 % befestigte Asphalt-, Beton- oder Pflasterflächen und 0,34 % naturnahe Flächen wie Böschungen und Straßendämme. "Die Zahlen zeigen, dass ein Einsparen von Grund und Boden im überörtlichen Straßenbau landesweit gesehen keine wirklich große Verminderung der Inanspruchnahme von Flächen bewirken kann. Dennoch prüfen wir das bei allen Planungen bis ins Detail", so Innenminister Dr. Günther Beckstein.
Bayern umfasst eine Fläche von 70.549 Quadratkilometern. Davon sind 50,6 % landwirtschaftlicher Grund, 36,7 % Wald- und Wasserflächen, 5,6 % Gebäude-, Frei- und Betriebsflächen, 4,6 % Verkehrsflächen und 2,5 % stehen für Erholung oder eine sonstige Nutzung zur Verfügung. "Angesichts dieser Zahlen kann nicht vom Zubetonieren der Landschaft durch den Straßenbau gesprochen werden. Gerade die Autobahnen machen nur 10 Prozent der Länge der Bundesfern- und Staatsstraßen aus, auf ihnen rollt aber mehr als die Hälfte des gesamten Verkehrs", stellt Beckstein die Relationen dar. Trotz eingeschränkter Möglichkeiten des Flächensparens bei überörtlichen Straßen prüft die Straßenbauverwaltung bei allen staatlichen und im Rahmen der Förderung auch bei kommunalen Planungen, ob hier Einsparpotenziale bestehen. Des weiteren erarbeitet sie Beispiele für flächensparendes Planen im Straßenbau.