Gasinstallationen: Kupfer bleibt erste Wahl

Gasinstallationen: Kupfer bleibt erste Wahl

Das Thema „Entwicklungen in der Gasinstallation“ stand im Mittelpunkt eines Informationsgespräches der Intiative Kupfer, das in Königstein bei Frankfurt stattgefunden hat. Deutlich wurde dabei, dass Kupfer auch in diesem Bereich nach wie vor zum Material der ersten Wahl gehört.Dies unterstrich der Vortrag von Fritz Guther, Obmann des DVGW-Ausschusses „Gasinstallation“, der über die Manipulationsmöglichkeiten an Gasleitungen berichtete. Obwohl es sich jährlich nur um rund 10 Unfälle im Jahr handelt, die durch Manipulationen durch Suizid, kriminellen Handlungen und Gasdiebstahl entstehen, sei nach wie vor der Sicherheitsaspekt im Gasbereich ein Thema. Nicht umsonst sei der DVGW nach wie vor an Zusatzmaßnahmen gegen den unbeabsichtigten und vorsätzlichen Eingriff Dritter in Gasanlagen interessiert. Wichtig, so Guther, sei hier vor allen Dingen der Einbau von Gas-Strömungswächtern: „Gasgeräte in Räumen oder die Geräteanschlussleitungen unmittelbar vor Gasgeräten müssen mit einer thermisch auslösenden Absperreinrichtung versehen sein.“

Das Thema Brandschutz erläuterte in diesem Zusammenhang ausführlich Herwig Haker von der Hamburger Firma DHW Schulz und Sohn, die inzwischen über 125 Jahre Kompetenz im Brandschutz aufweist. Er hob deutlich hervor, dass im Bereich des Brandschutzes Materialien mit einer hohen Hitzebeständigkeit – wie Kupfer – idealer Weise für Sprinkleranlagen eingesetzt werden sollten ; übrigens auch aus hygienischen Aspekten (Stichwort: Legionellen). Auch im Falle eines Brandes bieten diese zusätzlichen Schutz, da gerade beim Beginn eines Brandes vor allen Dingen der entstehende Rauch gefährlich sei. Materialien, die hier keine giftigen Gase abgeben, seien hier entsprechend von Vorteil.

Informationen zu „Kupferwerkstoffen in der Gasinstallation“ gab Michael Pohl von der Initiative Kupfer. Dabei ging er ausführlich auf die speziellen Kennzeichnungen der Kupferwerkstoffe ein und erläuterte die verschiedenen in Frage kommenden Verbindungstechniken. Kupfer ist demnach für alle Gase nach G 260 einsetzbar und zeigt auf Grund seiner sicheren Verbindungstechnik auch keine Undichtigkeiten durch Austrocknung des Dichtmittels. Da keinerlei Werkstoffalterung eintritt, bietet Kupfer zudem eine hohe Betriebssicherheit.

Unter dem Stichwort „Das Gas vollversorgte Haus“ gab er zudem einen Einblick in zukünftige Einsatzgebiete der Gasversorgung in der Haustechnik wie z.B. beim Wäschetrockner, Gaskamin, Geschirrtrockner oder in neue Technologien wie die Brennstoffzelle.


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