Schmid verleiht Bayerischen Verkehrssicherheitspreis an Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Ansbach
Innenstaatssekretär Georg Schmid verlieh am 29. Oktober 2004 in Ansbach den mit 4.000 Euro dotierten 1. Preis des Bayerischen Verkehrssicherheitspreises an die Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Ansbach. "Die Verantwortlichen der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Ansbach haben durch ihren Film "Be Careful or be Roadkill" die Verkehrssicherheit in Ansbach und Umgebung für die Zielgruppe der jungen Führerscheinbesitzer und Führerscheinbewerber in vorbildlicher und engagierter Weise verbessert", so Schmid. Der Film bereitet wichtige Themen der Verkehrssicherheit insbesondere für die Zielgruppe der jungen Verkehrsteilnehmer altersgerecht auf.
"Die Unversehrtheit von Leib und Leben unserer Bürgerinnen und Bürger ist das höchste Gut. Jeder Verkehrstote und jeder im Straßenverkehr Verletzte ist einer zu viel. Daher sind Ideen und Aktionen, die die Verkehrssicherheit erhöhen, herausragende und unverzichtbare Leistungen", betonte Schmid. Dass die gemeinsamen Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit durchaus erfolgreich sind, beweist die bayerische Verkehrsunfallstatistik. In den vergangenen zehn Jahren hat die Anzahl der Verkehrstoten in allen bayerischen Regierungsbezirken und in allen Straßenkategorien abgenommen. So ging in den letzten zehn Jahren die Anzahl der Getöteten in Bayern um fast 30 % zurück. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der Verletzten sowie der Verkehrsunfälle mit Personenschaden.
"Die Anzahl der Unfälle der jungen Führerscheinbesitzer ist seit Jahren besorgniserregend. Bei der derzeitigen Situation wollen und können wir es nicht bewenden lassen. Deshalb verfolgen wir das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle, Verletzten und Toten weiter zu senken. Umso mehr bedarf es eines hohen Engagements der Gesellschaft, bürgerschaftlicher Vereinigungen, der Wirtschaft, der Bayerischen Polizei und der gesamten Verwaltung mit einer gezielten Schwerpunktarbeit", bekräftigte Schmid. Allein im Jahr 2003 waren in Bayern junge Verkehrsteilnehmer an 44.859 Unfällen beteiligt, bei denen 30.773 Verletzte und 454 Getötete zu beklagen waren.
Zu fast 100 % trägt persönliches Verhalten wie unzulässiges Überholen, Missachtung der Vorfahrt oder zu dichtes Auffahren zu den Unfällen bei. Weitere Hauptunfallursachen sind überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol. Rund 48 % der Getöteten Pkw-Insassen haben keinen Sicherheitsgurt getragen. All diese Daten über Ursache, Ort, Altersgruppe usw. fließen in die Aktion "Verkehrssicherheit Bayern 2006" mit ein. Die Aktion startete am 17. Juli 2003 und hat zum Ziel, dass in den nächsten Jahren die Verkehrstoten in Bayern um mindestens 10 % reduziert werden. Die Ansätze der Aktion "Verkehrssicherheit Bayern 2006" zeigen sich dabei weit gefächert. Bestandteil des Konzeptes sind insbesondere Maßnahmen der Verkehrsüberwachung, des Verkehrsrechts, der Ausbildung von Fahranfängern, des Straßenbaus und der Öffentlichkeitsarbeit. Näheres zur Aktion "Verkehrssicherheit Bayern 2006" ist im Internet unter http://www.stmi.bayern.de/sicherheit/verkehrsicherheit/aktion2006/ abrufbar.