Beckstein: "Verkehrsanbindung WM-Stadion Fröttmaning hat höchste Priorität
"Für den Freistaat Bayern ist das neue Fußballstadion in München vor allem mit Blick auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 von großer Bedeutung. Die Bayerische Staatsregierung räumt daher den Baumaßnahmen zur verkehrlichen Erschließung des WM-Stadions höchste Priorität ein", betonte Innenminister Dr. Günther Beckstein anlässlich der Freigabe der Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen für das Stadion Fröttmaning am 4. Mai 2005 in München. Die straßenverkehrliche Anbindung des neuen Stadions erfolgt ausschließlich über die Autobahnen A 9 und A 99. Die stadionbedingten Ausbaumaßnahmen an der A 9 (Berlin-Nürnberg) und an der A 99 (Münchner Autobahnring) kosten insgesamt 23 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch die Landeshauptstadt München. Hinzu kommen der auch ohne WM dringende sechs- bzw. achtstreifige Ausbau der A 9 mit weiteren Kosten von 64 Millionen Euro. Diese Kosten trägt der Bund. Die stadionbedingten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen der Landeshauptstadt München bezuschusst der Freistaat mit Fördermittel von mehr als 100 Millionen Euro.
Zur Anbindung des neuen Stadions an die Autobahnen A 9 und A99 war es notwendig, die Leistungsfähigkeit der bestehenden Anschlussstelle Fröttmaning an der A 9 durch zusätzliche Fahrstreifen zu erhöhen und nördlich des Stadions einen neuen Anschluss an den Münchner Autobahnring A 99 herzustellen. Zudem baute die Autobahndirektion Südbayern die A 9 zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und der Anschlussstelle Fröttmaning um bis zu drei Fahrstreifen je Richtung weiter aus. Die Autobahndirektion Südbayern hat diese stadionbedingten Ausbaumaßnahmen in einer Bauzeit von nur neun Monaten durchgeführt.
"Mit der Anbindung des Stadions an das Fernstraßennetz haben wir ein wichtiges Etappenziel erreicht. Nun kann der Spielbetrieb beginnen. Fertig sind wir jedoch noch nicht. Bis zur WM werden wir noch drei besonders wichtige und große Bauvorhaben an der A 9 zum Abschluss bringen. Die Maßnahmen sind wegen des bereits bestehenden hohen Verkehrsaufkommens erforderlich, gewinnen jedoch durch den Stadionneubau und durch die Fußball-WM zusätzlich an Priorität", informierte Beckstein. Dies sind der achtstreifige Ausbau der A 9 zwischen den Autobahnkreuzen Neufahrn und München-Nord, der sechsstreifige Ausbau der A 9 zwischen der Anschlussstelle Fröttmaning und dem Frankfurter Ring sowie die Herstellung und Erweiterung des dynamischen Verkehrsleitsystems auf den Autobahnen im Großraum München. Der Ausbau der A 9 erfolgt auf einer Gesamtlänge von 12,5 Kilometer und kostet 64 Millionen Euro. "Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Ich sehe als gesichert an, dass die beauftragten Firmen den Ausbau bis Ende 2005 und das Verkehrsleitsystem bis spätestens zur WM 2006 fertig stellen werden", versicherte Beckstein. Hierzu dankte der Minister Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe dafür, dass der Bund durch einen Vorwegabzug vom Fernstraßenhaushalt für eine vorgezogene und damit zeitgerechte Finanzierung dieser dringend notwendigen Ausbaumaßnahmen sorgt.
Angesichts der großen Bedeutung der stadionbedingten Straßenbau- und U-Bahnprojekte der Landeshauptstadt München stellt die Bayerische Staatsregierung hierzu staatliche Fördermittel von über 100 Millionen Euro zur Verfügung. Der Freistaat Bayern bezuschusst mit rund 20 Millionen Euro den Ausbau und die Verlegung der Werner-Heisenberg-Allee als Zufahrt von der Autobahn zum Stadion und zu den Parkhäusern, die Herstellung eines dynamischen Verkehrs- und Parkleitsystems im Stadionumfeld sowie die Kostenanteile der Landeshauptstadt München am Aus- bzw. Neubau der Anschlüsse an die A9 und A99. Eine weitere Förderung von rund 85 Millionen Euro erhält die Landeshauptstadt vom Freistaat für den viergleisigen Ausbau des Bahnhofs Fröttmaning mit zwei Bahnsteigen und einer Erweiterung der Abstellanlage, den Ausbau der Signaltechnik auf der Bahnlinie U 6 für einen 2 ½ minütigen Takt und für den Ausbau des U-Bahnhofs Marienplatz als Umsteigebahnhof zum Stadion. "Am Beispiel der Baumaßnahmen rund um das Stadion Fröttmaning zeigt sich sehr deutlich, was wir bewegen können, wenn alle an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen", betonte Beckstein.