Beckstein: "Maget in Sachen Stichwahlen schlecht informiert"
"Die völlig überzogene Rhetorik des SPD-Landtagsfraktionsvorsitzenden Franz Maget auf meine Überlegung, die Stichwahlen bei Bürgermeister- und Landratswahlen in Zukunft abzuschaffen, offenbart ein hohes Maß an Uninformiertheit. So ist Maget offenbar nicht bekannt, dass in der Regel diejenigen Kandidaten, die im ersten Wahlgang den größten Stimmenanteil erringen konnten, auch die Stichwahl gewinnen. Beispielsweise deckt sich bei den Bürgermeisterwahlen des Jahres 2002 in rund drei Viertel der Gemeinden mit Stichwahl des Bürgermeisters das Ergebnis des ersten Wahlgangs mit dem der Stichwahl. Spektakuläre Gegenbeispiele gab es bei den Bürgermeisterwahlen in Jahr 1996, als in Nürnberg und Fürth im ersten Wahlgang die SPD-Oberbürgermeisterkandidaten vorne lagen, in der Stichwahl aber jeweils der CSU-Kandidat gewann. Gerade diese von Maget geflissentlich verschwiegenen Beispiele zeigen, dass es mir mit meinem Vorschlag nicht um Parteipolitik geht", betont Innenminister Dr. Günther Beckstein.