Von Januar bis März 2005 insgesamt 3.000 Drogenfahrten in Bayern erkannt
Beckstein: "Polizei hellt Dunkelfeld bei Fahrten unter Drogeneinfluss immer stärker auf"
"Die Bayerische Polizei unternimmt enorme Anstrengungen, das Dunkelfeld bei Fahrten unter Einfluss von Drogen aufzuhellen. Dies gelingt ihr immer besser. Dazu tragen auch verstärkte Kontrollen im Rahmen der "Aktion Verkehrssicherheit Bayern 2006" bei", teilte Innenminister Dr. Günther Beckstein heute in München mit. Konnte die Polizei im Jahr 2003 über 8.640 und im Jahr 2004 schon fast 11.500 Drogenfahrten erkennen, waren es alleine von Januar bis März 2005 fast 3.000 solcher hochriskanter Fahrten. Allein von Januar bis März 2005 ereigneten sich unter Drogeneinfluss 40 Unfälle mit Personenschaden. Dabei wurden 54 Personen zum Teil schwer verletzt.
Diese Entwicklung ist laut Beckstein Grund genug für die Bayerische Polizei, ihren Einsatz bei der Bekämpfung solcher Fahrten weiter zu verstärken: "Wer unter dem Einfluss von Drogen ein Fahrzeug führt, muss immer öfter damit rechnen, ertappt zu werden. Die Folgend des Genusses von Drogen im Straßenverkehr sind erheblich. Neben Geld- oder Freiheitsstrafe, Verlust des Führerscheins, zivilrechtlichen Folgen sind auch Durchsuchungen der Person, des Pkw und der Wohnung möglich. Die einzig richtige Konsequenz ist, unter Drogen nicht zu fahren. Noch besser ist es freilich, die Hände gleich ganz von Drogen zu lassen" appelliert Beckstein. In diesem Zusammenhang weist der Minister darauf hin, dass der Grenzwert von 1 ng/ml zum Führen von Kraftfahrzeugen unter THC-Einfluss, den das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 21.12.2004 festgelegt hat, nicht etwa "geringen Konsum" toleriert, sondern lediglich die Zeitdauer der Strafbarkeit nach dem Konsum begrenzt.
Nähere Informationen zur Verkehrssicherheitsaktion 2006 finden Sie unter www.stmi.bayern.de .