Bayern weist drei Aktivisten der islamistisch-extremistischen Organisation Tabligh-i Jamaat aus
Beckstein: "Wer unsere freiheitliche demokratische Grundordnung durch einen islamistischen Gottesstaat ersetzen will, hat bei uns nichts mehr verloren"
Mit der Ausweisung von drei Aktivisten der Missionierungsorganisation Tabligh-i Jamaat setzt Bayern seine konsequente Linie im Kampf gegen den islamistischen Extremismus fort. Die Tabligh-i Jamaat und ihre Anhänger haben die Islamisierung der gesamten Gesellschaft zum Ziel, um hierdurch letztlich die Errichtung eines islamistischen Staats- und Gesellschaftssystems auch in Deutschland zu erreichen. In einem Zeitungsartikel wurden sie kürzlich als Missionare des Dschihad bezeichnet. Innenminister Dr. Günther Beckstein unterstreicht, dass Bayern seine klare und konsequente Linie gegenüber islamistischen Gefährdern und Hasspredigern weiterhin fortsetzen wird: "Islamistischen Extremisten muss klar sein, dass die bayerischen Sicherheitsbehörden Straftaten oder Aktionen, die sich gegen die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung richten, nicht hinnehmen. Wer unsere freiheitliche demokratische Grundordnung durch einen islamistischen Gottesstaat ersetzen will, hat bei uns nichts mehr verloren."
Der Tabligh-i Jamaat und den nun ausgewiesenen Aktivisten dieser Organisation wird neben der Gefährdung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung auch eine Unterstützung des islamistischen Terrorismus vorgeworfen. Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden weisen nämlich eindeutig darauf hin, dass islamistische Terrororganisationen ihre Mitglieder in einer Vielzahl von Fällen aus den Reihen der Tabligh-i Jamaat rekrutiert haben.
Die drei ausgewiesenen Personen, die beiden Bosnier Izudin J. und Fatmir J. aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sowie der Marokkaner Youssef J. aus dem Landkreis Forchheim wurden im Ausweisungsbescheid aufgefordert, Deutschland bis zum 10. September zu verlassen; andernfalls wurde ihnen die Abschiebung angedroht. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen sie das Landkreisgebiet nicht verlassen. Sie waren in den vergangenen Jahren als Missionare der Tabligh-i Jamaat aktiv und haben versucht, die extremistische Lehre der Tabligh-i Jamaat in Deutschland zu verbreiten. Fatmir J. äußerte beispielsweise, der wesentliche Sinn des Lebens sei darin zu sehen, durch die Verrichtung von Gottesdiensten genügend Punkte zu sammeln, um nach dem Tod in das Paradies einziehen zu können, wobei man die meisten Punkte hierfür als "Shahid" (Märtyrer) erlange, sobald der erste Blutstropfen den Boden berühre.
Beckstein macht deutlich, dass der von Bayern eingeschlagene Weg einer konzentrierten Vorgehensweise aller Sicherheitsbehörden in der gemeinsamen Arbeitsgruppe "BIRGiT" weiter verfolgt wird: "Seit Ende letzten Jahres ist es gelungen, insgesamt 16 islamistische Gefährder außer Landes zu bringen." Gegen weitere 26 sind nunmehr Ausweisungsbescheide erlassen, in zehn weiteren Fällen ist demnächst mit der Zustellung der Bescheide zu rechnen.