Deutsche Ingenieurkunst lässt A380 fliegen

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Deutsche Ingenieurkunst lässt A380 fliegen
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle

(Verbandspresse, 26.01.2005 10:14)

(Düsseldorf) - Ohne den Einsatz deutscher Ingenieurleistungen könnte das größte Verkehrsflugzeug der Welt, der Airbus A380, den Boden nicht verlassen. „Deutsche Ingenieure haben in diesem europäischen Mammutprojekt bewiesen, dass sie in der Hochtechnologie mit ihren Entwicklungen gerade in der Luft- und Raumfahrt zur Weltspitze gehören“, bescheinigt Dr. Heinz Voggenreiter, Vorstand der VDI-Gesellschaft Werkstofftechnik, den heimischen Technikern einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des europäischen Prestigeprojekts.

Die Rumpfschalen werden nicht mehr einfach an die Außenhaut des „Mega-Airbus“ angenietet, sondern in bestimmten Teilbereichen durch die neuartige Lasertechnik in den deutschen Airbuswerken angeschweißt. Das unterstreicht Deutschlands weltweiten Spitzenplatz im Bereich der lasergestützten Verbindungstechnologien. Die Vorteile des Schweißens gegenüber dem Nietverfahren liegen unter anderem in der deutlichen Reduktion des Gewichtes durch den Wegfall der Nieten. „Für dieses Verfahren erhielt das Airbus-Werk in Nordenham bei Bremen sogar den „Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 1999“. Seit 2001 wird diese Schweißtechnik schon bei der Fertigung des kleinen Bruders A318 angewandt“, ergänzt Voggenreiter. Zudem wurde der Aluminiumbedarf stark zurückgefahren, 40 Prozent der Werkstoffe bestehen aus den modernen, viel leichteren Kohlefaser- und Glasfaser/Aluminium-Verbundwerkstoffen (GLARE). Im Gegensatz zur traditionellen Bauart der Boeing 747-400 können anhand dieser Neuentwicklungen im Leichtbau bis zu 20 Prozent der operativen Kosten pro Sitz gesenkt werden.

Die Beschäftigungszahlen der Luftfahrtindustrie mit ihren Zuliefererbetrieben werden in Deutschland nach der Steigerung der A380-Produktion in den Jahren 2006/2007 auf bis zu 40.000 Stellen bundesweit steigen. Ein großer Teil dieser Arbeitsplätze wird von hoch qualifizierten Arbeitskräften und Ingenieuren ausgefüllt werden müssen. Da der VDI 2004 von einem Fachkräftemangel in Höhe von 15.000 ausging, stellt sich die neue Herausforderung, wie die zusätzlichen Stellen besetzt werden sollen.

Quelle/Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle
Herr Christoph Damaske, VDI-Fachpressearbeit
Graf-Recke-Str. 84, 40239 Düsseldorf
Telefon: 0211/6214-0, Telefax: 0211/6214-575

eMail: damaske@vdi.de
Internet: http://www.vdi.de


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