iGZ-Umfrage zu DIHK–Vorschlägen / Proteststurm der Zeitarbeitsunternehmen gegen Ausweitung der Ein-Euro-Jobs

iGZ-Umfrage zu DIHK–Vorschlägen / Proteststurm der Zeitarbeitsunternehmen gegen Ausweitung der Ein-Euro-Jobs
iGZ Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.

(Verbandspresse, 17.01.2005 17:00)

(Münster) - Der Interessensverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) lehnt die Ausweitung der Ein-Euro-Jobs strikt ab. Er übt scharfe Kritik an entsprechenden Vorschlägen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).
„Unsere Mitgliedsfirmen haben sich in einer Umfrage eindeutig dagegen ausgesprochen und sind empört“, so iGZ-Bundesgeschäftsführer Werner Stolz. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben hatte in einem Zeitungsinterview gefordert, die bislang auf gemeinnützige Tätigkeiten beschränkten Arbeitsgelegenheiten gegen eine „marktgerechte Gebühr von drei bis vier Euro in der Stunde“ über das Instrument der leihweisen Vermittlung auf die gesamte Wirtschaft auszudehnen.

„Diese allgemeine Ausweitung würde zu einem massiven Verdrängungswettbewerb in der Zeitabeitsbranche mit staatlicher Hilfe führen, statt Arbeitslosen Chancen auf zusätzliche, dauerhafte Beschäftigung zu eröffnen“, fasst Stolz die Haltung des iGZ zusammen. Zu Recht protestierten daher die ohne staatliche Subventionen erfolgreich am Markt agierenden privaten Arbeitnehmerüberlassungsbetriebe massiv gegen die neuen Vorschläge. Es sei unseriös und volkswirtschaftlich voller Widersprüche, wenn der Gesetzgeber einerseits die Zeitarbeitsbetriebe mit Mindesttarifen um sieben Euro die Stunde für einfache Helfertätigkeiten aus „der Schmuddelecke“ holen wolle und andererseits dem Lohndumping alle Türen öffne. Schon die staatlich mit hohen Fördergeldern ausgestatteten Personal-Service-Agenturen seien in ihrer praktischen Umsetzung ein Schritt in die falsche Richtung gewesen. Das dürfe sich nicht wiederholen.

Da die Zeitarbeitsunternehmen Zwangsmitglieder in den regionalen Industrie- und Handelskammern sind, will der Bundesverband die vielen Protestschreiben der iGZ-Zeitarbeitsunternehmen bündeln und die IHK-Verantwortlichen damit konfrontieren. Stolz: „Der Ansatz von Wansleben ist ordnungspolitisch wenig durchdacht, in den Folgen gesellschaftspolitisch fatal und gehört schnell in die Ablage“.

Quelle/Kontaktadresse:
iGZ Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.
Hüfferstr. 9-10, 48149 Münster
Telefon: 0251/7779678, Telefax: 0251/9720623

eMail: info@ig-zeitarbeit.de
Internet: http://www.ig-zeitarbeit.de


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