Minijobs gehen nicht zulasten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung: Ver.di verwendet falsche Beschäftigtenzahlen

Minijobs gehen nicht zulasten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung: Ver.di verwendet falsche Beschäftigtenzahlen
Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels e.V. (Handelsverband BAG)

(Verbandspresse, 17.01.2005 15:30)

(Berlin) - „Die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung zum April 2003 hat sich nicht negativ auf die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Einzelhandel ausgewirkt. Der Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hat sich sogar seit der Neuregelung verlangsamt“, erklärte heute (17. Januar) der Arbeitsmarktexperte des Handelsverband BAG, Rechtsanwalt Anton Wirmer. Nach der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten von Ende März 2003 bis Ende März 2004 um etwa 57.000 zurückgegangen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch etwa 77.000.

„Die vorliegenden Zahlen bieten keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Mini-Jobs im Einzelhandel Vollzeitarbeitsplätze kosten. Im Gegenteil: Die Neuregelung hat für die Unternehmen die Flexibilität erhöht und es ihnen erleichtert, auf besondere Situationen und Bedarfsspitzen flexibel zu reagieren. Von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft werden leider immer wieder falsche Zahlen über die Beschäftigungsentwicklung im Einzelhandel in die Öffentlichkeit gegeben. Ver.di sollte nicht mit falschen Zahlen und Schlussfolgerungen die Beschäftigten im Einzelhandel verunsichern“, so Wirmer.

Nach der amtlichen Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Einzelhandel (ohne Kfz und Tankstellen) im Jahre 2003 nicht um 200.000, sondern um 73.306 zurückgegangen. Der Rückgang sei etwas höher als im Vorjahr (-58.348), aber allein Folge der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Situation des Einzelhandels mit im dritten Jahr rückläufigen Umsätzen und einer hohen Zahl von Insolvenzen, erklärte Wirmer.

Quelle/Kontaktadresse:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels e.V. (Handelsverband BAG)
Frau Eva Strube, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Atrium Friedrichstraße, Friedrichstr. 60, 10117 Berlin
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eMail: strube@bag.de
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