Umsatz im Gastgewerbe 2004 voraussichtlich um real 2 Prozent gesunken

Umsatz im Gastgewerbe 2004 voraussichtlich um real 2 Prozent gesunken
Statistisches Bundesamt

(10.01.2005 13:00)

(Wiesbaden) - Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen erwartet das Statistische Bundesamt, dass der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland 2004 nominal um etwa 1 Prozent und real um etwa 2 Prozent niedriger als im Gesamtjahr 2003 liegen wird. Damit käme es im Gastgewerbe im dritten Jahr in Folge zu einem Umsatzrückgang, der aber weit geringer als in den Vorjahren wäre (2003 nominal – 4,6 Prozent, real – 5,5 Prozent; 2002 nominal – 4,6 Prozent, real – 8,1 Prozent).

Diese Annahme stützt sich auf die Ergebnisse der ersten elf Monate des Jahres 2004, in denen nominal 0,8 Prozent und real 1,6 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt wurde. Der Rückgang basiert ausschließlich auf der ungünstigen Umsatzentwicklung im Gaststättengewerbe (nominal – 2,9 Prozent, real – 3,7 Prozent). Dagegen verzeichnete das Beherbergungsgewerbe ein Umsatzplus (nominal + 1,5 Prozent, real + 0,9 Prozent), das u.a. darauf zurückzuführen ist, dass die Tourismusübernachtungen von Januar bis Oktober 2004 denen des Vorjahreszeitraums entsprachen.

Im Monat November 2004 wurde im Gastgewerbe in Deutschland nominal 0,5 Prozent mehr und real 0,2 Prozent weniger als im November 2003 abgesetzt. Damit wurde erstmals seit Mai 2004 wieder zumindest ein nominales Umsatzplus erzielt. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum Oktober 2004 nominal 0,5 Prozent und real 0,2 Prozent mehr abgesetzt.

Die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal + 2,4 Prozent, real + 1,4 Prozent) und das Beherbergungsgewerbe (nominal + 2,0 Prozent, real + 1,5 Prozent) setzten im November 2004 mehr um als im entsprechenden Vorjahresmonat, im Gaststättengewerbe wurde dagegen nominal und real weniger als im November 2003 umgesetzt (nominal – 0,9 Prozent, real – 1,8 Prozent).

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