AG Aufbau Ost
Wir brauchen eine Kultur der Anerkennung fuer die Opfer der Mauer und der SED-Diktatur
Anlaesslich des 45. Jahrestages des Mauerbaus erklaert die Sprecherin der Arbeitsgruppe Aufbau Ost der SPD-Bundestagsfraktion, Andrea Wicklein:
11. August 2006 - Am 13. August 2006 jaehrt sich zum 45. Mal der Bau der Mauer in Berlin. Dies ist ein Tag des Innehaltens, ein Tag der Erinnerung. Viele in Ost und West haben noch die Bilder von damals in Erinnerung, als eine Mauer errichtet wurde, die Familien und Freunde voneinander trennte und die Spaltung Europas in Ost und West endgueltig zementierte.
Dass die Berliner Mauer schliesslich am 9. November 1989 unblutig fiel, war dem friedlichen Protest der Menschen in der DDR zu verdanken. Sowohl der Bau als auch der Fall der Mauer sind zwei historische Daten, die Europa entscheidend veraendert haben.
An diesem 13. August 2006 erinnern wir uns vor allem an den grossen Mut und die persoenliche Opferbereitschaft derjenigen Menschen in der damaligen DDR, die sich mit den Folgen der Teilung nicht abfinden konnten oder politischer Haft und Verfolgung ausgesetzt waren.
45 Jahre nach dem Mauerbau in Berlin, muss es deshalb auch darum gehen, wie unser Land mit den Opfern der SED-Herrschaft umgeht. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Massnahmen zu einer Besserstellung von Opfern der SED-Diktatur muessen schnellst moeglich zu sichtbaren Ergebnissen fuehren.
Wir brauchen eine Kultur der Anerkennung und der Wuerdigung jener Buerger unseres Landes, die ihren Einsatz fuer eine rechtsstaatliche und freiheitliche Ordnung unter den Bedingungen einer Diktatur mit erheblichen Opfern und Benachteiligungen bezahlen mussten.
2006 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de