Alte Elde ist Beispiel für fach- und länderübergreifende Zusammenarbeit

Alte Elde ist Beispiel für fach- und länderübergreifende Zusammenarbeit
´Die Renaturierung der Alten Elde ist ein hervorragendes Beispiel für eine fach- und länderübergreifende Zusammenarbeit zum Wohle der Natur´, sagte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling heute (1. August 2006) anlässlich des Projektabschlusses zum naturnahen Gewässerausbau der Alten Elde in Görnitz (Landkreis Ludwigslust). ´Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, kann ein so umfangreiches Projekt, von dem zahlreiche Eigentümer und Nutzer landwirtschaftlicher Flächen betroffen sind, gelingen.´
Der erste Spatenstich zum naturnahen Gewässerausbau der 20 Kilometer langen Alte Elde, (16 km in M-V, vier in Brandenburg) fand am 17. März 2005 statt. Seitdem wurden in drei Teilprojekten 70 Einzelmaßnahmen durchgeführt, um die Durchgängigkeit der Alten Elde und deren Wasserhaushalt zu verbessern, aber auch den Fischottern eine Ausbreitung zur Elbe und nach Niedersachsen zu ermöglichen.
Minister Methling: ´Hervorzuheben ist vor allem die Bereitschaft der Betroffenen, mit eigenen Vorschlägen zum Gelingen des Projektes beizutragen. Durch die realisierten Maßnahmen mussten in der Regel die ausgeübten Nutzungen eingestellt oder ein-geschränkt werden. Das erforderte gerade im landwirtschaftlich geprägten Einzugsgebiet der Elde einen breiten Konsens mit den Landnutzern. Nur durch diesen Konsens, der in vielen Einzelgesprächen und Informationsveranstaltungen erreicht wurde, aber auch durch das Mitwirken der Gemeinden, die ihre Flächen im Tausch für in Anspruch genommene Grundstücke zur Verfügung stellten, konnte dieses umfangreiche Projekt gelingen.´
Das Renaturierungsprojekt sei auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL), da die Alte Elde auf ihrer gesamten Länge in einen hydromorphologisch guten Zustand überführt wird. ´Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines guten ökologischen Zustandes, den die WRRL von den EU-Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2015 verlangt. Nicht zuletzt wird auch das Landschaftsbild durch die geschaffenen Stillgewässer und die Uferbepflanzungen deutlich aufgewertet´, so Minister Methling.
Das rund 1,9 Millionen Euro teure Projekt wurde durch das Um-weltministerium M-V mit 738.500 Euro und die Allianz Umweltstiftung mit 316.500 Euro gefördert.

Umweltministerium Mecklenburg-VorpommernSchloßstraße 6–819053 SchwerinTelefon: 0385 588-8003Telefax: 0385 588-8990E-Mail: pressestelle@um.mv-regierung.deInternet: www.um.mv-regierung.de


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