Erhöhte Waldbrandgefahr in Bayern
Schmid bittet eindringlich um besondere Vorsicht in Wald und Flur
(PM 261/06 vom 27.07.06)
´Wegen der trocken-heißen Witterung der letzten Wochen hat die Waldbrandgefahr in Bayern weiter stark zugenommen. Aktuell sind zwar nur vereinzelt lokale Waldbrände gemeldet die Gefahr steigt aber mit anhaltender Trockenheit stark an. Seit Tagen ist sie in weiten Teilen Bayerns ´hoch´ (Stufe 4 von 5). Für morgen ist in Teilen Ostbayerns gebietsweise sogar mit der höchsten Stufe 5 zu rechnen´, teilte Bayerns Innenstaatssekretär Georg Schmid in München mit. Der Staatssekretär mahnt zur Vorsicht: ´Schon ein einzelner Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe, aber auch eine die Sonnenstrahlen bündelnde Glasscherbe können Gras, Nadelstreu und auf dem staubtrockenen Waldboden liegende Zweige und Reisig entzünden - mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur! Wer Anzeichen für Brände bemerkt, sollte unbedingt sofort die Polizei (110) oder Feuerwehr (112) benachrichtigen.´
Schmid weist darauf hin, dass von Anfang März bis Ende Oktober generell das Rauchen im Wald verboten ist, um folgenschweren Waldbränden vorzubeugen. ´Besonders gefährdet sind die von der Bevölkerung stark frequentierten Wälder in den Ballungsgebieten´, so der Staatssekretär. Nach dem den bayerischen Gefahrenhinweisen zugrunde liegenden sogenannten ´Baumgartnerverfahren´ des Deutschen Wetterdienstes Außenstelle Weihenstephan herrscht in Bayern derzeit überwiegend Waldbrandgefahrenstufe 4 (= ´hoch´ auf der fünfstufigen Skala) vor.
Zu Zeiten erhöhter Waldbrandgefahr werden ausgedehnte Waldgebiete durch bis zu 330 ehrenamtliche Beobachter der Luftrettungsstaffel Bayern mit über 150 Flugzeugen überwacht. Sie melden aus der Luft erkannte Waldbrände oftmals noch in der Entstehungsphase an die Einsatzzentralen. Zur Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden stehen die bayerischen Feuerwehren bereit, die entsprechend der örtlichen Risiken ausgestattet und ausgebildet sind. Zur Waldbrandbekämpfung speziell im Gebirge oder an schwer zugänglichen Stellen hat sich der Einsatz von Hubschraubern mit Löschwasser-Außenlastbehältern bewährt, aus denen sich das Wasser gezielt auf die Brandstelle abgeben lässt. Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber sind flächendeckend in Bayern bei verschiedenen Feuerwehren stationiert.
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