HOYER kritisiert nationale Kirchtum-Politik in Nahostfrage
26.07.2006
BERLIN. Zur Debatte über eine deutsche Beteiligung an einer möglichen Nahost-Friedensmission erklärt der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Werner HOYER:Bei der Suche nach Lösungen für den Libanon kann und darf es nicht um nationale Aktivitätsnachweise gehen. Das Nahostquartett aus UNO, EU, USA und Russland hat für den Friedensprozess in Nahost gemeinsam Verantwortung übernommen und muss jetzt auch gemeinsam liefern, nicht als nationale Einzelakteure, sondern mit einer abgestimmten Initiative. Nur so wird man die Konfliktparteien, also nicht nur Israel und die Hisbollah, sondern auch den Libanon und vor allem Syrien und den Iran, zu einer tragfähigen Lösung drängen können. Deshalb ist es auch erforderlich, dass die Diskussion über die mögliche Rolle einer internationalen Friedenstruppe als Teil eines Friedensprozesses wirklich international geführt wird und ebenfalls unter Einbindung aller beteiligten Staaten. Die innerdeutsche Diskussion über diese Frage wirkt zum jetzigen Zeitpunkt wie nationale Kirchtum-Politik und das hilft im Nahen Osten ganz sicher nicht weiter.
Umweltstaatssekretär Rainer Grün: ´Kondeler Bach wird ökologisch aufgewertet´
26.07.2006 - Umweltstaatssekretär Rainer Grün hat heute das Renaturierungsprojekt Kondeler Bach bei Beckingen vorgestellt und informierte über die durchgeführten Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Gewässers.
´Nordöstlich der Kondeler Mühle bei Beckingen wurden vom SaarForst Landesbetrieb seit Jahresbeginn umfangreiche Arbeiten zur Verbesserung der Bedingungen im Umfeld des Kondeler Baches durchgeführt´, so Umweltstaatssekretär Rainer Grün. Auf einer ca. 1,3 km langen Strecke wurden entlang des Baches Fichten, die teilweise bis zum Ufer reichten, entfernt. Fichten gehören an saarländischen Bachläufen nicht zur natürlichen Bestockung sondern zählen hier vielmehr zu den standortfremden Baumarten. Dadurch behindern sie die standorttypischen Laubgehölze wie Erle und Esche in ihrer Entwicklung und können durch Beschattung und dicke Nadelstreuauflage gänzlich die natürliche Ansammlung der bachbegleitenden Vegetation verhindern. Zudem fördert die nur langsam verrottende Nadelstreu die Versauerung von Boden und Gewässer. Unmittelbar am Bachlauf wurden alle Fichten entfernt. Der hintere Bereich des Baches wurde durchforstet, d. h. man hat die gesunden und vitalen Bäume durch die Entnahme der dünneren und schmalkronigen Bäume gestärkt. Dadurch wurde die Stammzahl reduziert, der Waldboden belichtet und die vorhandenen standorttypischen Erlen und Eschen in ihrer Entwicklung und Vermehrung gefördert. Die gefällten Fichten wurden fachmännisch durch den SaarForst Landesbetrieb zu Stammholz aufgearbeitet. Im Rahmen eines ´Renaturierungskonzeptes Waldbäche´ setzt der SaarForst-Landesbetrieb im Auftrag des Ministeriums für Umwelt seit März 2005 das Projekt Renaturierung von Waldgewässern um. ´Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie ist es unser Ziel, bei den Waldbächen in den nächsten Jahren einen guten ökologischen Zustand zu erreichen´, so Umweltstaatssekretär Rainer Grün. Dabei werden entsprechend den Umweltzielen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie neben einer strukturellen Verbesserung der Gewässerläufe auch eine Stärkung der Selbstreinigungskräfte und damit verbunden eine Verbesserung der Gewässergüte angestrebt.
Ministerium für Umwelt des SaarlandesInternet-Link zur Druckversion: http://www.saarland.de/prd/prd_drucken.htm?mid=9395 Rückfragen zum Inhalt unter mailto:presseUmwelt@saarland.de