Wichtiges Signal für Gleichstellung und gezielte Förderung - Kuppe begrüßt Berliner Einigung zu Elterngeld
Magdeburg. Sachsen-Anhalts Sozialministerin Dr. Gerlinde Kuppe hat die Einigung der Berliner Koalition zum Elterngeld begrüßt. ´Das ist ein wichtiges Signal für eine partnerschaftliche Teilung der Erziehungsarbeit und damit für tatsächliche Gleichstellung´, erklärte Kuppe am Dienstag in Magdeburg.
Kuppe äußerte sich zuversichtlich, dass sich künftig mehr Frauen ihren Kinderwunsch erfüllen - auch hoch qualifizierte und damit gut verdienende Frauen. ´Das neue Elterngeld schafft dafür den finanziell verlässlichen Hintergrund. Das neue Elterngeld stellt zugleich die Weichen für eine gezielte Förderung weg von steuerlichen Subventionen hin zur direkten Unterstützung von Kindern und Familie.´
Von der Einführung von Vätermonaten erhofft sich Kuppe auch einen Bewusstseinswandel in den Unternehmen. Die Ministerin: ´Väter stehen für einen gewissen Zeitraum dem Unternehmen nicht zur Verfügung. Das führt hoffentlich auch dazu, dass Frauen im Unternehmen mehr Chancen bekommen. Kinder sind nicht mehr ausschließlich ein Karriere-Risiko für Frauen.´
Für Sachsen-Anhalts Sozialministerin insbesondere wichtig ist auch, dass das neue Elterngeld als Lohnersatzleistung nicht auf den Bezug des Arbeitslosengeldes II angerechnet werden soll. Damit werde ´die soziale Balance gewahrt´.
Bei rund 17.350 Geburten in Sachsen-Anhalt im Jahr 2004 hatten zwar 97 Prozent der jungen Eltern Erziehungsgeld beantragt, darunter waren jedoch lediglich 1,6 Prozent berufstätige Männer.
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