ntwicklung des Auftragseingangs in der Industrie Januar 2006 [1]
Datum: 7.3.2006 - Das Volumen der Auftragseingänge in der Industrie ist von Dezember auf Januar vorläufigen Angaben zu Folge [2] preis- und saisonbereinigt [3] um 1,4 % gestiegen. Im Vormonat waren sie nach den deutlich aufwärts revidierten endgültigen Ergebnissen leicht zurückgegangen (-0,3 %). Großaufträge spielten im aktuellen Monat, wie bereits in den Vormonaten, eine überdurchschnittliche Rolle.Der Orderzuwachs im Januar speiste sich aus dem Ausland (+3,3 %) und zwar ausschließlich aus der Nicht-Eurozone (+8,2 %). Die Aufträge aus dem Inland nahmen demgegenüber leicht (-0,6 %) und die aus der Eurozone etwas deutlicher (-1,8 %) ab. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Auftragseingänge aus dem Inland für den Vormonat Dezember von vorläufigen -1,4 % auf +0,4 % kräftig nach oben revidiert wurden. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen erfolgte der Orderzuwachs vor allem bei den Herstellern von Investitionsgütern (+4,3 %). Der Maschinenbau verzeichnete dabei ein Plus von 7,5 % und die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sogar von 11,7 %. Die Konsumgüterhersteller konnten +0,6 % mehr und die Hersteller von Vorleistungsgütern demgegenüber -2,4 % weniger Aufträge als im Vormonat verbuchen.
Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) stieg die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen weiter um +1,1 %. Die Auslandsnachfrage trug mit +1,7 % erneut stärker zur Belebung der Bestelltätigkeit in der Industrie bei als die Inlandnachfrage, die ebenfalls zulegte (+0,3 %). Auch im Zweimonatsvergleich waren es vor allem die Investitionsgüterhersteller, die Orderzuwächse erzielten (+2,0 %). Die Auftragseingänge bei den Herstellern von Vorleistungs- und Konsumgütern blieben demgegenüber nahezu unverändert (+0,1 % bzw. -0,1 %).
Ihr Vorjahresniveau überschritten die Auftragseingänge in der Industrie im Zweimonatsvergleich Dezember/Januar um 9,5 %. Die Auslandsaufträge lagen dabei um 15,4 % und die Inlandsaufträge um 3,8 % über dem entsprechenden Stand des Vorjahres.
Nach Vorlage der vorläufigen Ergebnisse für den Januar und der Revision der bisherigen Ergebnisse erscheint der Aufwärtstrend bei den Auftragseingängen noch weiter gefestigt. Die außerordentlich gute Stimmung in der Wirtschaft, wie sie die einschlägigen Klimaindikatoren seit einigen Monaten anzeigen, wird von der Entwicklung der Auftragseingänge real unterlegt. Dies bedeutet positive Aussichten für die Industrieproduktion in den kommenden Monaten mit entsprechenden Impulsen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Eine Fortsetzung des konjunkturellen Erholungsprozesses ist damit wahrscheinlich.
Methodische Hinweise:
Wie bereits mit den Dezemberergebnissen angekündigt, wird ab Berichtsmonat Januar 2006 der Auftragseingangsindex für die Industrie in geänderter regionaler Aufgliederung ausgewiesen. Das Statistische Bundesamt folgt damit europäischen Vorgaben. Die Auftragseingänge aus dem Ausland werden zusätzlich in Auftragseingänge aus der Eurozone sowie in Auftragseingänge aus Ländern der Nicht-Eurozone unterteilt. Die Aufgliederung der Auftragseingänge in die Gebietsstände West und Ost entfällt. Außerdem werden beginnend mit dem Berichtsmonat Januar die endgültigen Ergebnisse des Vormonats zusammen mit der Vorlage der Ergebnisse für den aktuellen Monat veröffentlicht. Die Revision der Daten fiel diesmal kräftiger aus als gewohnt und betrifft auch weiter zurückliegende Ergebnisse. Hintergrund sind eine nachträglich erforderlich gewordene Jahresrevision für das Jahr 2004 sowie eine gänzlich neu gerechnete Saisonbereinigung, die nicht mehr auf den Teilgebieten West und Ost aufbaut. Es ist davon auszugehen, dass die Differenzen zwischen den vorläufigen und endgültigen Ergebnissen zukünftig wieder wie gewohnt moderat ausfallen werden.
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