Nordthüringer Volksbank e. G. lädt am 06. März 2006 in Bad Frankenhausen zum ´Landwirtschaftsfrühstück´ ein
Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, beantwortete Fragen der Landwirtschaftsunternehmen, Kreditinstitute und der Volksbank e. G. Nordthüringen zur Landwirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung.
´Landwirtschaftsbetriebe brauchen für ihre Zukunftsgestaltung Investitionen, die in aller Regel nicht allein mit Eigenkapital geschultert werden können und in den meisten Fällen nur über Kredite und Fördergelder zu stemmen sind. Für die Bank bedarf es wiederum Unternehmen in der Region, die mittel- und langfristig eine Zukunft haben, die Arbeitsplätze sichern und dazu beitragen, dass Wertschöpfung stattfindet. Denn nur, wenn es diese Unternehmen in der Region gibt bzw. wenn die Menschen hier Arbeit haben, hat die Bank auch die notwendige Anzahl Kunden, um ihr Geschäft in der Region zu machen´, erklärte Minister Dr. Sklenar.
Heute am 06. März 2006, ist die neue Bundesregierung in Berlin knapp 100 Tage im Amt. ´Mein Eindruck aus den Verhandlungen vor der Verabschiedung der Koalitionsvereinbarung war, dass diese unter den Parteien vom Willen geprägt waren, Gegensätze zurückzusetzen und vor allen Dingen gemeinsame Ziele in den Vordergrund des aktuellen Handelns zu schieben´, so der Minister.
Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte hat die Summe von 1,4 Billionen EURO überschritten. Jeder sechste EURO der Bundesausgaben wird für Zinszahlungen aufgewendet. Die Erwartungen an staatliche Leistungen sowohl seitens Privater als auch der gewerblichen Wirtschaft sind weiter hoch.
Wir müssen deshalb im Agrarbereich vor dem Hintergrund dieser sich verändernden Rahmenbedingungen ? sei es durch Globalisierung, sinkende öffentliche Finanztransfers oder Demografie - Antworten auf diese Fragen finden. Sowohl die laufenden WTO- Verhandlungen als auch die jüngste GAP-Reform setzen hier deutliche Signale. Für die Landwirtschaft bedeutet dies, künftig mehr Markt, mehr Wettbewerb, mehr Handelsliberalisierung.
Im Kern war der Koalitionsarbeitsgruppe Landwirtschaft klar, dass es in erster Linie darum gehen muss, bezahlbare Arbeit zu erhalten und zu schaffen. Entscheidend ist darüber hinaus, Arbeitsplatzlätze im ländlichen Raum, in der Landwirtschaft und im vor- und nachgelagerten Bereich zu festigen bzw. neue zu schaffen und neue Einkommensperspektiven aufzuzeigen.
´Weil ich der festen Überzeugung bin, die Landwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, unter den veränderten Rahmenbedingungen einer globalisierten Welt, in Europa, hier in Deutschland, hier in Thüringen, wenn es uns gelingt, innerhalb der gesamten Kette der Landwirtschaft, beginnend bei der Produktion von Düngemitteln oder Landtechnik über die Landwirtschaft bis hin zur Ernährungswirtschaft im ländlichen Raum, eine Wertschöpfungskette zu sichern, die eine Zukunft hat´ so der Minister abschließend.
Matthias Wagneri. V. PressesprecherBeethovenstraße 3 · 99096 ErfurtTel: (03 61) 37-99 930 · Fax: (03 61) 37-99 939 E-Mail: pressestelle@tmlnu.thueringen.deInternet: www.thueringen.de/tmlnu