Unternehmen sollen sich an der Verbraucherinformation beteiligen
14. Februar 2006 - Zur aktuellen Diskussion um ein Verbraucherinformationsgesetz erklaert die stellvertretende verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiss:
Inzwischen besteht Einigkeit darueber, dass es ein eigenstaendiges Verbraucherinformationsgesetz geben wird und nicht - wie bisher vorgesehen - Regelungen im Rahmen des Lebens- und Futtermittelgesetzbuches. Damit wird der Verbraucherinformation endlich der Stellenwert eingeraeumt, den wir schon lange durchsetzen wollten. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen einen umfassenden Auskunftsanspruch gegenueber Behoerden erhalten.
Wichtig ist aber auch, dass die Wirtschaft in die Verbraucherinformation einbezogen wird. Denn Transparenz schafft Vertrauen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern und dies stellt einen Wettbewerbsvorteil fuer die Unternehmen dar.
Eine schnelle und verlaessliche Information, besonders im Krisenfall, verhindert, dass einige ´schwarze Schafe´ eine ganze Branche in Misskredit bringen. Die Unternehmen duerfen nicht aus ihrer Verantwortung gegenueber den Abnehmern, den Verbraucherinnen und Verbrauchern entlassen werden. Vermehrte Kontrollen alleine, wie sie im Lebensmittelbereich vorgesehen sind, reichen nicht aus um kriminelle Machenschaften zu verhindern. Gut informierte Verbraucherinnen und Verbraucher liegen auch im wohlverstandenen Interesse der Wirtschaft, denn sie gehen Betruegern nicht so schnell auf den Leim.
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