Kunst braucht Bodenhaftung
Bodensanierung in Hamburger Deichtorhallen
Jahr für Jahr strapazieren Tausende von Besuchern den Boden in den Hamburger Deichtorhallen. Die Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten ehemaligen Markthallen in der Nähe des Hauptbahnhofs haben sich seit ihrer Umnutzung im Jahre 1983 zu einem der bedeutendsten und größten europäischen Zentren für Kunstausstellungen entwickelt.Doch der Bodenbelag im Haus der Photographie war den Besuchermassen nicht mehr gewachsen und musste saniert werden. Das Büro Störmer Architekten + Partner Hamburg übernahm die anspruchsvolle Planung der Sanierung und setzte dafür auf die bewährten Systemprodukte des niedersächsischen Herstellers Remmers. Auf einer Fläche von 1.600 qm wurde der alte Hohlraumboden inklusive Beschichtung saniert.
Zunächst wurden nicht tragfähige oder stark beschädigte Bereiche entweder durch einen neuen Estrich bzw. durch einen Epoxidharzmörtel ersetzt, bestehend aus Viscacid Epoxi-Bauharz als Bindemittel mit niedriger Viskosität und einem Estrich-Füllstoff grob.
Nach der Behandlung der gesamten Fläche im Diamant-Schleifverfahren zur Entfernung von Trennmitteln und zur leichten Anrauung stand die komplette Beschichtung an. Hierzu wurde die speziell auf die Oberfläche abgestimmte wasseremulgierbare Epoxidharz-Beschichtung Viscacid BS 2000 eingesetzt. Diese eignet sich als Oberflächenschutz für Wände und Böden beispielsweise in Lager- und Produktionshallen auf Beton- und Estrichuntergründen.
Zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der mechanisch stark beanspruchten Fläche stand anschließend die lösemittelfreie flexible Tragschicht bestehend aus Viscacid Epoxiflex Beschichtung PH mit einem feinem Quarzsand in ca. 2 mm Dicke im Farbton lichtgrau (RAL 7035) zur Verfügung. Abschließend erhielt die ausgehärtete Beschichtung die besonders kratz- und rutschhemmende PU-Versiegelung Acolan ArtiTop mit der geprüften Rutschhemmklasse R 11. Diese Versiegelung ist außerdem UV-beständig, leicht zu verarbeiten und pflegeleicht.
Nach nicht einmal drei Monaten der Gesamtinstandsetzung konnte das Haus der Photographie seine Türen den Besuchern wieder öffnen. Der neue Bodenbelag entspricht dabei den hohen ästhetischen Ansprüchen für Galerieräume und sorgt dafür, dass Boden und Bilder sich zu einer harmonischen Einheit fügen.