Schulempfehlungen - Wolff hält es für richtig, Schüler nach sozialer Herkunft einzuordnen
´Kultusministerin Wolff hat jetzt die Katze aus dem Sack gelassen. Sie hält es für richtig, wenn Schülerinnen und Schüler, bei den Schulempfehlungen nach ihrer sozialen Herkunft eingeordnet werden. Es ist wohl für Frau Wolff zu vermessen, etwa einem begabten Kind mit Eltern, die keine vollständige Schulbildung genossen haben, trotzdem den Weg auf ein Gymnasium zu ebnen. Diese Haltung zeigt Wolffs elitäres Denken. Die Schülerinnen und Schüler, die im Zweifel zu Hause Unterstützung oder Nachhilfe erhalten, sollen unter sich bleiben´, kritisiert der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mathias Wagner. Er fordert die Ministerin auf, ihre Aussage umgehend klar zu stellen.
Kultusministerin Wolff (CDU) hatte in einem heute erschienen Interview mit der Frankfurter Rundschau auf die Frage ´Halten Sie Studien für falsch, die belegen, dass sich Lehrer bei ihrer Schulempfehlung unbewusst vom Bildungsstand der Eltern beeinflussen lassen?´ geantwortet: ´Ketzerisch gesagt. Das muss man auch berücksichtigen. Man muss die Begabungen des Kindes analysieren in Kenntnis der familiären Situation. Gleichzeitig müssen wir Lehrer für solche Mechanismen sensibilisieren.´
´Bei dieser Einstellung einer amtierenden Kultusministerin ist es kein Wunder, dass in Deutschland die soziale Herkunft den Bildungserfolg stärker bestimmt als in anderen Ländern. Wolffs Politik ist ganz klar auf Auslese ausgerichtet. Diese Haltung ist unsäglich, wird aber leider auch in der aktuellen Politik der Ministerin, die das dreigliedrige Schulsystem stark bevorzugt, deutlich´, erklärt Mathias Wagner.
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