Ein Jahr nach dem Tsunami: ´Die Menschen für die Zukunft stärken´
Ein Jahr nach dem Tsunami:
´Die Menschen für die Zukunft stärken´
Berlin, 23. Dezember 2005 - Ein Jahr nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe in Südasien zieht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine positive Bilanz seiner Hilfe. Der größte Anteil der Spenden, welche die Bevölkerung dem DRK anvertraut haben, konnte bereits zugunsten der Tsunami-Betroffenen eingesetzt oder verplant werden. Das sind 103 von 124,6 Millionen Euro. Dies beinhaltet Projekte, die weit über die Soforthilfe und den Wiederaufbau hinaus gehen. Denn langfristig geht es darum, die Menschen in Südasien für zukünftige Katastrophen zu stärken.
´Viele Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn es eine bessere Katastrophenvorsorge gegeben hätte´, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. 50 Prozent aller Naturkatastrophen ereignen sich in Südasien. Daher sei eine Stärkung der lokalen Katastrophenvorsorge die beste langfristige Hilfe. ´Das DRK appelliert an die Politik, Katastrophenvorsorge zu einem wichtigen Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit zu machen´, so Dr. Seiters. Das DRK stärkt die Selbsthilfefähigkeit der vom Tsunami betroffenen Länder unter anderem durch den Aufbau von Rettungsdiensten und die Ausbildung von freiwilligen Kräften in Erster Hilfe oder im Rettungsschwimmen.
Schwerpunktländer beim Wiederaufbau im Tsunami-Gebiet sind Sri Lanka und Indonesien. In diesen beiden Ländern setzt das DRK rund 75 Millionen Euro ein, zum Beispiel für 1.700 Häuser und vier Schulen auf Sri Lanka sowie neun Gesundheitsstationen und 25 Schulen in Indonesien. Die erste Schule hat DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil Mitte November 2005 auf der Insel Pulau Weh, nördlich der Provinzhauptstadt Banda Acehs, eingeweiht.
Die DRK-Zwischenbilanz mit allen wichtigen Zahlen und Fakten zur Tsunami-Hilfe des DRK sowie TV-Material (Beta-SP) finden Sie auf unserer Südasien-Seite unter http://www.drk.de/weltweit/suedasien/index.html .
Ansprechpartner vor Ort sind Lübbo Roewer, Telefon (00)94-77 35 764 13 (Sri Lanka) undJeannette Goddar, Telefon: (00)62-813 603 625 04 (Indonesien).DRK-Pressestelle: Fredrik Barkenhammar 03085 404 155, 0172-211 78 31Roya Rönck 03085 404 128, 0174-934 93 34Weitere Presseinformationen finden Sie unterhttp://www.drk.de/presseinfo Hier geht es zur DRK-Homepagehttp://www.drk.de