GRÜNE fordern von Ministerin Lautenschläger: Keine Einschränkung des Apothekennotdienstes
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Sozialministerin Lautenschläger (CDU) auf, von den am 1. Januar 2006 in Kraft tretenden Plänen, den Apothekennotdienst einzuschränken, Abstand zu nehmen. In Briefen an die zuständige Ministerin und die Landesapothekenkammer fragt die sozialpolitische Sprecherin, Kordula Schulz-Asche, nach den Gründen und nach geprüften Alternativen, bevor den Bürgerinnen und Bürgern lange Wege zur Apotheke zugemutet werden.
Die geplante Reduzierung der Apotheken, die einen Notdienst außerhalb der Ladenöffnungszeiten anbieten, wird in Hessen zu erheblichen Nachteilen für die Bevölkerung führen. Die Dienstbereitschaftsregelung der Apotheken durch die Landesapothekenkammer wird das Serviceangebot deutlich reduzieren. Bei dringendem Medikamentenbedarf müssen weite Fahrtstrecken in Kauf genommen werden. Besonders betroffen davon werden z.B. die Menschen sein, die nicht über ein eigenes Auto verfügen oder in Regionen ohne öffentlichen Nahverkehr in der Nacht leben. Gerade für ältere Menschen ergeben sich daraus erhebliche Versorgungsnachteile. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels halten wir dies für eine Entwicklung in die falsche Richtung. Wir erwarten in den Antwortschreiben von der Ministerin und der Landesapothekenkammer eine zwingende Begründung für die Reduzierung der Notdienstangebote. Wir brauchen für Stadt und Land vernünftige Konzepte des Notdienstes, bei der die angemessene Medikamentenversorgung der Bevölkerung im Vordergrund steht´, unterstreicht Kordula Schulz-Asche.
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