Wasserdesinfektionstabletten für Pakistan: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe managt Ressourcen
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat über das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum des Bundes und der Länder (GMLZ) in das Katastrophengebiet in Pakistan Chlortabletten aus bundeseigenen Beständen zur Wasserdesinfektion vermittelt. 20 Millionen Tabletten wurden am 27. Oktober von Luxemburg nach Islamabad geflogen.
Um die Versorgung der vom Erdbeben in Pakistan betroffenen Bevölkerung mit Trinkwasser sicherzustellen, wurden im Rahmen der humanitären Hilfe Desinfektionstabletten für Trinkwasser in den betroffenen Gebieten angefragt. Das Koordinierungszentrum für Katastrophenhilfe bei der NATO (EADRCC) leitete ein entsprechendes Hilfeersuchen an das GMLZ im BBK. Dessen kurzfristige Ressourcenermittlung führte dazu, dass 20 Millionen Tabletten auf 28 Paletten mit einem Gewicht von 15 Tonnen nach Islamabad geflogen wurden- gemeinsam mit Zelten und Heizgeräten aus der Schweiz.
In Islamabad wird die Sendung von Fachleuten übernommen und in die Katastrophengebiete weitertransportiert. Mit den deutschen Tabletten können vor Ort rund 200 Millionen Liter Wasser entkeimt werden.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nimmt neben den klassischen Aufgaben des Zivilschutzes wie beispielsweise der Warnung und Information der Bevölkerung, dem baulichen Zivilschutz, der Wassersicherstellung und dem Kulturgutschutz neue Aufgaben wahr. Als Servicestelle des Bundes unterstützt es das Krisenmanagement der Länder insbesondere in den Bereichen Informationen und Koordination. Außerdem ist das BBK zuständig für die planerische Vorsorge zum Schutz kritischer Infrastrukturen, die Aus- und Fortbildung von Zivil- und Katastrophenschützern, den Ausbau der Katastrophenschutzforschung sowie der Katastrophenmedizin sowie für die Stärkung der bürgerschaftlichen Selbsthilfe. Zum Bundesamt gehört das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ), das im Herbst 2002 in Betrieb genommen wurde, sowie das Deutsche Notfallvorsorge-Informationssystem (deNIS) und die von der Bundesregierung Anfang 2003 eingerichtete Koordinierungsstelle Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe (NOAH).
Fotos vom Transport können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
Informieren Sie sich auf www.bbk.bund.de
Claire HughesBundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)PressestelleDeutschherrenstraße 93 - 9553177 BonnFon: 01888-550-374Fax: 01888-550-444