Stolpe: Bundesregierung setzt auf Partnerschaft bei innovativer Verkehrstechnik
Bundesverkehrsminister übergibt Wasserstofffahrzeug
03. Juni 2005, Nr.: 179/2005
"Wir sind Zeugen, wie die ökologische Wasserstoffwirtschaft aus einem Traum zu einer realen Möglichkeit wird. Das geschieht in vielen Schritten und Etappen. Der heutige Impuls aber gehört dazu", sagte Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe bei der Übergabe eines Wasserstofffahrzeugs der Firma Opel an IKEA in Berlin. Die Aktion ist Teil der Clean Energy Partnership (CEP). Dies ist ein Zusammenschluss mehrerer Unternehmen unter maßgeblicher Beteiligung des Bundesverkehrsministeriums. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit der Wasserstofferzeugung im Realbetrieb zu erproben."Als Kraftstoff im Verkehr hat die Wasserstoff-Technologie den längsten Weg noch vor sich. Wasserstoff im Verkehr muss verlässlich, verbraucherfreundlich und kosteneffizient sein. Herstellung, Speicherung, Vertrieb des Kraftstoffs, Belastbarkeit, Leistung und Preis von Fahrzeugen müssen sich am Markt bewähren", sagte Stolpe. Eine Massenproduktion und der breite Einsatz könnten jedoch nicht über Nacht erfolgen. Eine überhastete Einführung würde alle Akteure technologisch und finanziell überfordern. Deshalb sei es so wichtig, jetzt konkrete Erfahrungen mit der mobilen Alltagsanwendung des Wasserstoffs zu gewinnen.
"Hier ist das Clean-Energy-Projekt weltweit Vorreiter: die Prototypen der Wasserstoffflotte werden nicht in hermetisch abgesicherten Labors getestet. Kunden - wie IKEA - erhalten die Autos, um sie im Alltag auf Berlins Straßen zu testen", so der Minister.
Der erste Meilenstein des CEP-Projekts war die Eröffnung der ersten öffentlichen Wasserstofftankstelle Europas im Herbst 2004 in Berlin. Noch in diesem Jahr soll eine weitere Wasserstofftankstelle in der Hauptstadt eröffnet werden. Damit ist Deutschland bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie europaweit führend.