"Das dena-Modell bringt mit jeder Mark mehr Klimaschutz"
dena-Chef Stephan Kohler weist Kritik von Öko-Institut und DIW zurück
Berlin, 10. April 2001. Der Chef der Deutschen Energie Agentur, Stephan Kohler, hat die Kritik von Dr. F. Matthes, Öko-Institut und Dr. H-J. Ziesing, DIW (31.März 2001) am dena-Bonusmodell (Eckdaten-Papier zur fachlichen Beurteilung der aktuellen Diskussion um Klimaschutz und KWK-Anlagen, Stand 26.3.01) zurückgewiesen. Das dena-Bonusmodell bringt mit jeder Mark mehr CO2-Minderungseffekte, betont Kohler. Den wesentlichen Vorzug seines Modells sieht er im eingebauten Modernisierungseffekt: Wir wollen keine Dreckschleudern fördern, sondern einen Anreiz zur Investition in Neuanlagen geben, hebt dena-Chef Kohler hervor.
Hintergrund der Überlegungen: Rund 33% der bestehenden Stromerzeugung aus alten KWK-Anlagen führen zu negativen Klimaeffekten. Diese führen zu mehr CO2-Ausstoß im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken. Vor diesem Hintergrund will die dena einen Anreiz schaffen, diese Altanlagen schnellst möglich zu modernisieren. Unter dem Strich bringt das dena-Bonusmodell mit einem wesentlich geringeren Fördervolumen denselben CO2-Minderungseffekt von 20-23 Mio. to bis zum Jahr 2010 wie das von DIW und ÖKO-Institut vertretene Modell mit einer Förderung von Altanlagen bis zum Jahr 2008.
Die Autoren des Öko-Institutes und des DIW hatten in ihrer gemeinsamen Stellungnahme wesentliche Zahlen des dena-Bonusmodells falsch dargestellt bzw. negativ interpretiert.
Ich will keinen Prinzipienstreit, sondern eine faire Diskussion darüber, wie wir schnellstmöglich unsere CO2-Minderungsziele erreichen können, so Kohler zur öffentlichen Auseinandersetzung: Ich freue mich über kontroverse Beiträge; - wenn sie von den Tatsachen ausgehen.