Rhein-Neckar-Dreieck wird Modellregion für eine zukunftsfähige, altengerechte Wohnungspolitik

Rhein-Neckar-Dreieck wird Modellregion für eine zukunftsfähige, altengerechte Wohnungspolitik
Noch viel zu selten wird in Deutschland über neue Wohn­formen diskutiert, die sich aus dem demographischen Wandel und der alternden Gesellschaft ergeben. Dabei ist es höchste Zeit: Im Jahr 2050 wird schon die Hälfte der Bevölkerung älter als 48 Jahre und ein Drittel 60 Jahre oder darüber sein. Die Nachfrage nach altengerechten Wohnformen in Deutschland steigt, das Angebot ist aber bis auf wenige progressive Einzelbeispiele noch eher ver­halten.
Schub soll die Diskussion jetzt durch ein Modellprojekt in der Metropolregion Rhein-Neckar erhalten: Auf der Basis einer Initiative der BauWohnberatung des Deutschen Werkbundes in Verbindung mit der BetonMarketing Süd GmbH, hat sich die HeidelbergCement AG bereit erklärt, als bundesweit einmaliges Modell eine konzertierte Aktion im Rhein-Neckar-Raum zum Thema „Neues Wohnen im Alter“ anzustoßen. Das Projekt ist eingebettet in das Hei­delberger Bauforum und in die Regionalmarketing-Aktio­nen des Rhein-Neckar-Dreiecks, wo es als sogenanntes „Leuchtturmprojekt“ geführt wird.

Am 28. November startet die auf insgesamt drei Jahre angelegte Aktion mit einer Veranstaltung im Portland Fo­rum am Herrenberg in Leimen. Die zunächst acht Städte­partner Bensheim, Heidelberg, Ludwigshafen, Mannheim, Speyer, Walldorf, Wiesloch und Worms stellen hier der Öffentlichkeit sowie interessierten Industriepartnern, Bau­trägern und Immobilienentwicklern ihre Planungen und Zielsetzungen vor.

Jede der Städte und Gemeinden will ein ganz besonderes Wohnmodell in einem ausgewählten Stadtquartier entwi­ckeln und realisieren. Die acht Stadtquartiere sollen sich dabei maßgeblich unterscheiden und einen repräsentati­ven Querschnitt der wichtigsten Typen für altersgerechte Planung an konkreten Beispielen zeigen.

Im weiteren Verlauf sollen sich dann auch andere Kom­munen, Wohnungsbau- oder Sozialträger an dem Modell­projekt beteiligen können. Der gesamte Prozess wird unter Führung der BauWohnberatung wissenschaftlich begleitet und die Ergebnisse auf einer Internetplattform und im Rahmen einer Abschlusspublikation veröffentlicht. Ergän­zend dazu finden Workshops und Seminare für Entschei­dungsträger aus Politik und Wohnungswirtschaft statt.
Bildunterschrift:
Die Partner des Leuchtturmprojekts „Neues Wohnen im Alter": (1. Reihe unten v.l..n.r.) Dr. Bernd Scheifele, Vorstandsvorsitzender HeidelbergCement AG, Christian Specht, Bürgermeister Mannheim, Beate Weber, Oberbürgermeisterin Heidelberg, Heinz Merklinger, Bürgermeister Walldorf, Eggert Voscherau, Präsident der Zukunftsinitiative Metropolregion Rhein-Neckar, Stellvertr. Vorstandsvorsitzender der BASF AG; (2. Reihe v.l.n.r.) Thorsten Herrmann, Bürgermeister Bensheim, Ulrich Nolting, Geschäftsführer Beton Marketing Süd GmbH, Ostfildern, Michael Kissel, Oberbürgermeister Worms, Werner Schineller, Oberbürgermeister Speyer; (3. Reihe v.l.n.r.) Alexander Grünenwald, Geschäftsführer BauWohnberatung Karlsruhe, Wolfgang van Vliet, Bürgermeister Ludwigshafen, Georg Kühling, Leiter Marketing ZEW, HeidelbergCement AG, Franz Schaidhammer, Oberbürgermeister Wiesloch.


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