Die Schnitttechnik bestimmt die Qualität von Ytong Steinen
Oberflächen so glatt wie Papier
Durch eine besondere Schneidetechnik, bei der Drähte oder Messer in hochfrequente Schwingungen versetzt werden, gelingt die Herstellung der extrem glatten und maßgenauen Oberflächen von Ytong Porenbetonsteinen. Damit wird ein Verputzen der Wand überflüssig. Als vor mehr als 75 Jahren der Baustoff Porenbeton seinen Siegeszug durch die Welt antrat, kam dies einer Revolution in der Bauindustrie gleich. Und er veränderte die traditionelle Mauerwerkstechnik grundlegend. Anders als die traditionellen Baustoffe verfügten die neuen großformatigen Steine nämlich über eine so hohe Maßgenauigkeit, dass es möglich war, sie mit Dünnbettmörtel zu einer fast fugenlosen Wand zusammenzufügen.
Die hohe Maßgenauigkeit ist das Ergebnis des Produktionsprozess. Porenbeton wird im Wesentlichen aus den natürlichen Rohstoffen Kalk, Sand und Wasser hergestellt, die umweltschonend abgebaut und anschließend in einem geschlossenen Produktionskreislauf schadstoffarm und energiesparend verarbeitet werden. Dabei werden die aufgemahlenen Rohstoffe unter Zugabe einer geringen Menge Aluminiumpulver vermischt und anschließend in große Formen gegossen. Ähnlich wie Backpulver im Kuchenteig treibt das Aluminiumpulver anschließend das Rohstoffgemisch auf. Dabei entstehen Millionen kleinster Luftporen, die für die bauphysikalischen Baustoffeigenschaften verantwortlich sind.
Nach etwa zwei Stunden ist dieser Vorgang abgeschlossen. Die Formen werden entfernt und das Material kann anschließend in die entsprechenden Steinformate geschnitten werden. Dies geschieht maschinell und mit großer Genauigkeit in einer automatischen Schneidanlage.
Geschnitten wird mit Hilfe von sehr straff gespannten Stahldrähten oder Messerleisten, die den Rohblock mit hohen Geschwindigkeiten zerteilen. Gleichzeitig werden die frischen Schnittflächen durch eine intensive Wärmebehandlung beziehungsweise durch den Zutritt von Luft passiviert um ihr erneutes Zusammenkleben zu verhindern.
Durch die Anwendung von hohen Geschwindigkeiten beim Zerschneiden der Porenbeton-Rohblöcke wird das Material an seiner Oberfläche verdichtet und planeben geglättet. Dabei wird die typische Porenstruktur zerstört und es entsteht eine glatte und ebene Oberfläche, die ein Verputzen überflüssig macht. Je höher die Schwingungsfrequenz der Messer beziehungsweise Schneidedrähte ist, um so besser das Ergebnis. Im Test wurde bereits mit Anregungsfrequenzen von mehreren kHz gearbeitet. Technisch lassen sich so Wandflächen erzielen, die glatter als Papier sind.



