Innovationen und objektorientierte Lösungen
Am gemeinsamen Messestand zeigen Xella Deutschland, Xella Trockenbau-Systeme sowie Xella Aircrete Systems während der Münchener BAU Innovationen und objektorientierte Komplettlösungen für Anwendungen der Marken Silka, Ytong, Hebel, Aestuver, Fermacell und Multipor. Entgegen dem aktuellen Trend der Trockenbau-Branche nimmt Xella Trockenbau-Systeme an der Bau teil. Modernes Bauen soll kostengünstig, rationell und kundenorientiert sein diesen Anspruch vertritt Xella auf der Bau 2007 in München und zeigt in Halle A 2/Stand 103 aktuelle Entwicklungen und neue Lösungsansätze. Erstmalig werden dabei Innovationen und Anwendungen vorgestellt, die sich aus der Kombination von Produkten der Marken Silka, Ytong, Hebel, Aestuver, Fermacell und Multipor ergeben.
Xella hat für die BAU 2007 ein neuartiges Standkonzept entwickelt: Auf Themeninseln werden lösungsorientierte Anwendungen aus dem Hause Xella präsentiert, die sich aus der Kombination der einzelnen Markenprodukte ergeben. Den Kunden werden damit komplexe und marktgerechte Systeme aus einer Hand geboten.
Der Messestand ist zweistöckig angelegt. Das moderne, offene und transparente Design wird durch Glasfronten und Lichteffekte betont. Die untere Ebene steht vor allem für die Präsentation der Neuerungen und der Anwendungsbeispiele zur Verfügung, die obere Ebene ist den Beratungsgesprächen vorbehalten.
Insgesamt stehen fünf Themenkreise im Mittelpunkt der Standkonzeption:
Außenwände
Mit einem Lambdawert von λ = 0,08 W/mK verfügen die neuen Ytong-Steine über einen Wärmedämmwert, der derzeit von keinem anderen Massivbaustoff übertroffen wird. Xella präsentiert damit einen modernen Baustoff, der dem aktuellen Trend zu monolithischem und energiesparendem Mauerwerk entspricht. Energiesparhäuser können mit dem Ytong-Stein einschalig und ohne zusätzliche kostenaufwändige Wärmedämmung erstellt werden. Dabei bestehen schon bei einer Wanddicke von 36,5 cm optimale Voraussetzungen.
Zukunftsgerechte Wärmedämm-Anforderungen erfüllen auch Silka Kalksandsteine in Kombination mit der Mineraldämmplatte Multipor. Multipor kann darüber hinaus auch zur Innendämmung von Außenwänden, etwa bei Bestandsmauerwerk, eingesetzt werden. Auf Grund des Diffusionsverhaltens ist eine Verarbeitung ohne aufwändige Dampfsperre möglich. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Themenkreises ist die Gebäudeabschlusswand mit der Powerpanel HD-Platte von Fermacell.
Dach
Schwerpunkt ist die Präsentation des Ytong Wohndachs. Die massive Dachkonstruktion aus Porenbeton bietet bei der Nutzung des Dachraumes als Wohnraum bauphysikalische Vorteile und sorgt für ein angenehmes Innenraumklima. Eine Dämmung mit Multipor ergänzt die positiven raumklimatischen und energetischen Eigenschaften.
Wichtiges Thema im Bereich Dach ist das vielseitige Anwendungsspektrum von Multipor. Die Platte ist baupraktisch stauchungsfrei, formstabil und druckfest sowie als nicht brennbarer Dämmstoff der Baustoffklasse A 1 (entsprechend EN 13501-1) klassifiziert und damit geeignet für unbelastete und belastete Flachdachkonstruktionen. Da Multipor neben den Anforderungen an den Wärmeschutz auch die Anforderungen an mechanischen Belastungen, wie statische und dynamische Kräfte erfüllt, ist außerdem ein Einsatz zur Dämmung von befahrenen Verkehrs- und Parkflächen oder in Parkdecks möglich.
Innenwände
Hier werden Trennwandelemente aus Ytong Porenbeton sowie der KS-Fasenstein für Sichtmauerwerk gezeigt. Ein weiteres Thema ist das XPR-Wandsystem. Die Unternehmen Xella mit Fermacell Gipsfaser-Platten, Protektor mit Metall-Unterkonstruktionen und Rockwool mit Steinwolle-Dämmstoffen stellen damit als Alternative zu bestehenden Trockenbau-Wandsystemen eine gemeinsame Lösung vor, bei der die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Das System ist vorrangig für Objekte mit höheren Anforderungen, wie etwa Schulen und Krankenhäuser, geeignet.
Zusätzlich zu sehen sind Konstruktionen mit den wasser-resistenten Bauplatten aus der Powerpanel-Familie von Fermacell, die besonders für gewerbliche Nassräume wie Schwimmbäder, Großküchen oder Waschanlagen geeignet sind. Im Wandbereich bildet Powerpanel H2O den idealen, Untergrund für Fliesen, Naturstein und andere Bekleidungen.
Decke und Boden
Auch hier steht der Ausbau von Nassräumen im Vordergrund. Die zementgebundene Trockenestrichplatte Powerpanel TE ermöglicht den trockenen Ausbau von Räumen, die hoher Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Die Platte lässt sich wie herkömmliche Gipsfaserplatten verarbeiten. Ergänzend zu dem umfassenden Zubehörprogramm bietet Fermacell jetzt auch ein passendes Bodenablaufsystem an.
Neu in der Powerpanel-Produktfamilie von Fermacell ist außerdem die Spezial-Estrichplatte Powerpanel SE. Die Platte wird auf Zementestrichbasis produziert und ist für innen und außen geeignet. Sie kann in allen Bereichen mit extremer Feuchtigkeitsbelastung, wie etwa Schwimmbädern eingesetzt werden.
Gewerbe- und Verkehrsbau
Hauptthema ist hier die Brandsicherheit. Mit der Marke Hebel hat sich Xella Aircrete Systems, die frühere Xella Bausysteme, international neu aufgestellt und präsentiert sich zur Bau als starker Partner für industrielle Bauvorhaben. Im Mittelpunkt stehen dabei Wandsicherheitskonzepte für den Brand- und Explosionsfall mit großformatigen Bausystemen aus Porenbeton. Besonders bei industriellen Großobjekten wie Logistikzentren oder Produktionshallen werden zunehmend Lösungen gesucht, die eine Verbindung von wirtschaftlichem und sicherem Bauen kombinieren. Durch ihre hohe Feuerwiderstandsdauer bieten Hebel Wandplatten nicht nur als Brand- und Komplextrennwände sondern auch beim Einsatz im Außenwand- und Dachbereich Schutz und Sicherheit gegen Brandschäden und deren Folgen.
Anwendungen der Spezial-Brandschutzplatte Aestuver runden das Thema Brandschutz ab. Gezeigt werden Tunnelausbauten sowie Träger- und Stützenbekleidungen wie auch Kabelkanäle mit Aestuver. Aktuelles Beispiel ist der Bau des soeben fertiggestellten Berliner Hauptbahnhof - Lehrter Bahnhof. Dort sorgen Kabelkanäle aus Glasfaser-Leichtbeton-Brandschutzplatten für die Sicherheit der Reisenden. Mit den Aestuver-Systemen wurden hier hochkomplizierte Anforderungen realisiert.



