Elektromotorische Bauteile sicher nutzen!
PI060767_B1_Nutzungssicherheit 31.07.2006
Mit dem steigenden Bedürfnis nach Komfort, Sicherheit und Lebensqualität erfreuen sich automatische Türen und Fenster einer wachsenden Beliebtheit - doch wie steht es mit der Sicherheit? Eine Sonderschau der Messe München und des ift Rosenheim zeigt auf der Leitmesse BAU (Halle C4-510) vom 15.-20. Januar 2007 wie die komplexe Technik funktioniert und sicher genutzt werden kann. In Flughäfen und High-Tech Fertigungsanlagen werden automatische Schnelllauftore, Drehschleusen, Schiebe- und Drehtüren bereits eingesetzt und bahnen sich nun ihren Weg in den gesamten Baubereich, weil das Bedürfnis nach Komfort, Sicherheit und Lebensqualität bei älteren oder behinderten Personen ständig zunimmt. Aber auch gesunde Menschen sind zeitweise behindert und freuen sich über die Vorteile automatischer Türen, wenn Gepäckstücke getragen oder Einkaufswagen geschoben werden müssen. Die Industrie nutzt die Technik um Personal- und Energieressourcen einzusparen. Türen, Fenster und Tore werden deshalb immer häufiger elektromotorisch und elektronisch ausgestattet.
Die moderne Maschinentechnik birgt Gefahren, die im Planungs- und Produktionsprozess beachtet werden müssen. Voraussetzung für eine gefahrlose Benutzung von kraftbetätigten Bauelementen ist eine
* sorgfältige Gefahrenanalyse, die sich auf technische Regelwerke stützt
* fachgerechte Montage
* detaillierte Einweisung des Betreibers sowie die eindeutige Kennzeichnung der Anlagen
* regelmäßige Sicherheitsüberprüfung und Wartung der Anlage
Um dies zu vermeiden muss nicht nur die Quetschgefahr beweglicher Teile ausgeschlossen werden, sondern eine Gefährdungsanalyse soll nutzungsabhängige Risiken aufzeigen und abschätzen. Neben dem normalen Gebrauch sind auch Sonderfälle wie Brand, Rauch, Einbruch oder Fluchtwegnutzung zu berücksichtigen. Beispielsweise muss bei einer gleichzeitigen Einbruch- und Rauchmeldung die Tür als Fluchtweg freigegeben werden, da der Schutz von Leib und Leben über dem Sachschutz steht. Je besser und intelligenter die Funktionslogik der Steuerung und Sensoren ist, desto eher kann ein Unfall ausgeschlossen werden.
Die vielschichtigen Aspekte von Planung, Herstellung und Betrieb kraftbetätigter Fenster, Türen und Toren können auf der Sonderschau life an Exponaten führender Hersteller erlebt werden. Die Wirkweise der Bauelementen sowie Antriebe, Sicherheitseinrichtungen und Sensoren wird mehrmals täglich demonstriert und kann direkt mit den Experten aus Wissenschaft, Forschung und Industrie diskutiert werden.